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Zielgruppe

Stand

In der Disposition geht die Zeit nicht in die Planung, sondern in das Abgleichen von Listen.

Ein Automobilzulieferer mit 1.200 Mitarbeitern und zwei Werken plant in SAP S/4HANA, sechs Disponenten halten 4.000 aktive Teilenummern und 180 Lieferanten zusammen. Die Lieferabrufe der Kunden kommen per EDI, die Forecasts der kleineren Kunden als Excel-Anhang, die Nachrichten der Lieferanten als Mail: verschiebt sich um zwei Wochen, nur Teilmenge, Werkzeugbruch. Um sieben Uhr steht die Fehlteilliste mit zwanzig roten Zeilen, und niemand weiß, welche davon in drei Tagen die Linie stoppt und welche noch Bestand im zweiten Werk hat. Bis zehn Uhr haben die Disponenten telefoniert, verglichen und in Excel umgerechnet; die Entscheidung, Sicherheitsbestände anzupassen, hat seit zwei Jahren niemand getroffen. KI im Supply Chain Management beginnt deshalb bei den Eingängen: Abrufe, Nachrichten und Listen lesen, gegen den Plan stellen, bewerten, und der Disponent entscheidet statt zu suchen.

Anfrage

Welcher Ablauf kostet Sie bei Supply-Chain-Managern und Disponenten am meisten Zeit?

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Abläufe

Fünf Abläufe, die sich bei Supply-Chain-Managern und Disponenten lohnen

Die Disposition entscheidet über Bestände und Lieferfähigkeit; das Lesen, Umrechnen und Vergleichen davor füllt den Vormittag. Welche dieser Abläufe sich bei Ihnen rechnen, zeigt die Analyse.

  • Lieferabrufe und Forecasts einlesen und mit der Planung abgleichen

    SAP S/4HANA, EDI-Konverter, Excel, Kundenportale

    30 Kunden schicken wöchentlich Abrufe und Vorschauen, zehn per EDI, zwanzig als Excel in jeweils eigenem Format oder über ein Kundenportal. Der Ablauf liest jede Datei, bringt sie in die Struktur Ihrer Planung, vergleicht die neuen Mengen je Woche mit dem bisherigen Plan und dem Rahmenvertrag und bewertet die Abweichung: Erhöhung über der vereinbarten Flexibilität, Vorzug um drei Wochen, Stornierung innerhalb der Frozen Zone. Die Abweichungen landen als Liste mit Mengen, Datum und Vertragsbezug beim Disponenten; eingespielt in die Planung wird, was er freigibt, der Rest geht als Entwurf der Rückfrage an den Kunden.

  • Fehlteilliste bewerten und Ursachen erfragen

    SAP S/4HANA, Outlook, Lieferantenportal, Excel

    Zwanzig rote Zeilen um sieben Uhr, jeden Tag. Der Ablauf liest die Fehlteilliste, stellt je Zeile zusammen, was die Disponentin sonst zusammensucht: Bestand in beiden Werken, offene Bestellungen mit Bestätigungsdatum, letzte Nachricht des Lieferanten, Bedarfstermin und Linie, alternative Teilenummern aus der Stückliste. Daraus ordnet er die Zeilen nach dem Tag, an dem die Produktion wirklich steht, und schreibt für die kritischen Fälle den Entwurf der Rückfrage an den Lieferanten. Zwanzig Zeilen werden zu vier Entscheidungen; welche davon telefoniert, umgeplant oder umgelagert wird, entscheidet der Disponent.

  • Lieferantennachrichten lesen und in die Planung übertragen

    Outlook, SAP S/4HANA, Lieferantenportal, Teams

    Täglich 80 Mails von Lieferanten: Auftragsbestätigungen mit abweichendem Termin, Teillieferungen, Preisänderungen, Verschiebungen im Fließtext. Der Ablauf liest jede Nachricht, ordnet sie der Bestellung und Position zu, zieht Termin, Menge und Preis heraus und vergleicht mit dem Stand im ERP. Stimmt alles, bestätigt er die Position zur Übernahme; weicht etwas ab, legt er die Änderung mit Original und Wirkung auf den Bedarf dem Disponenten vor, dazu den Entwurf einer Antwort, wenn der Termin nicht reicht. Die Bestellung ändert sich erst nach Freigabe, und jede Änderung nennt die Mail, aus der sie stammt.

  • Bestandsreichweiten und Sicherheitsbestände prüfen

    SAP S/4HANA, SAP IBP, Excel, Power BI

    4.000 Teilenummern mit Sicherheitsbeständen, die vor Jahren gesetzt wurden, als die Wiederbeschaffungszeit eine andere war. Der Ablauf liest monatlich Verbrauch, Bedarfsschwankung, tatsächliche Lieferzeit und Liefertreue je Lieferant, berechnet nach Ihren Regeln, welcher Sicherheitsbestand heute passen würde, und legt nur die Teile vor, bei denen die Abweichung eine Grenze überschreitet: zu viel Kapital im Lager, zu wenig Puffer bei einem Lieferanten mit schlechter Treue. Jeder Vorschlag zeigt die Rechnung dahinter. Der Disponent passt an oder lässt es; der Ablauf ändert keinen Stammsatz selbst.

  • Wochenbericht zu Liefertreue und Rückständen erstellen

    SAP S/4HANA, Power BI, Excel, Teams

    Jeden Freitag bauen zwei Disponenten den Bericht für Produktion und Vertrieb: Liefertreue der Lieferanten, Bestandswert je Werk, offene Rückstände je Kunde, Begründung der größten Abweichungen. Der Ablauf liest das ERP, berechnet die Kennzahlen nach den vereinbarten Definitionen, schreibt den Bericht in Ihrer Gliederung und formuliert zu jeder auffälligen Zahl, was die Daten dazu hergeben: welcher Lieferant, welche Teile, seit wann. Was er nicht erklären kann, markiert er als offen. Die Disposition ergänzt die Gründe, die nur sie kennt, und gibt frei.

Systeme

Typische Systeme bei Supply-Chain-Managern und Disponenten

Das ERP plant, die Wirklichkeit kommt daneben an: EDI, Portale, Mails und Excel-Dateien der Kunden und Lieferanten.

Systemvernetzung im Detail

  • ERP und MaterialwirtschaftSAP S/4HANA, Microsoft Dynamics 365 Supply Chain Management, proALPHA, Infor LN
  • PlanungSAP IBP, SAP APO, Blue Yonder, Kinaxis
  • Datenaustausch mit KundenEDI (VDA, EDIFACT), Kundenportale, Excel-Forecasts, SupplyOn
  • LieferantenkommunikationOutlook, Lieferantenportale, SAP Ariba, Teams
  • AuswertungPower BI, Excel, SAP Analytics Cloud

Einwände

Was bei Supply-Chain-Managern und Disponenten besonders zählt

In der Disposition hängt Geld an jeder Entscheidung, deshalb sind die Einwände hier besonders konkret.

  • Planungsentscheidungen brauchen Nachvollziehbarkeit, keine Blackbox. Einverstanden, deshalb prognostiziert der Ablauf nichts aus dem Nichts. Er rechnet nach Regeln, die Ihre Disposition kennt und ändern kann, und zeigt bei jedem Vorschlag die Zahlen, aus denen er entstanden ist: Verbrauch, Lieferzeit, Bestand, Nachricht des Lieferanten. Ein Disponent kann jede Zeile nachrechnen. Was nicht nachvollziehbar wäre, bauen wir nicht.
  • Abrufdaten der Kunden unterliegen Vertraulichkeitsvereinbarungen. Darum bleiben sie in Ihren Systemen. Das Modell läuft im Haus oder auf EU-Servern unter Auftragsverarbeitungsvertrag, Abrufe verlassen Ihre Umgebung nicht, und der Datenfluss je Ablauf ist dokumentiert, damit Sie ihn gegenüber dem Kunden belegen können. Keine Ihrer Daten trainiert ein fremdes Modell.
  • Die Stammdaten im ERP sind schlecht, Automatisierung verstärkt Fehler. Richtig, wenn der Ablauf blind übernimmt. Darum prüft er, bevor er vorschlägt: Eine Wiederbeschaffungszeit, die seit Jahren nicht zur tatsächlichen Lieferzeit passt, wird als Datenfehler gemeldet, nicht als Grundlage benutzt. Die Analyse beginnt mit genau dieser Frage, und oft ist der erste Ablauf einer, der Stammdaten in Ordnung bringt.
  • Wir haben schon SAP IBP, das plant doch. Ja, auf Grundlage der Daten, die drinstehen. Der Ablauf kümmert sich um das, was davor liegt und heute Menschen abtippen: Forecasts aus Excel, Verschiebungen aus Mails, Bestätigungen mit anderem Termin. Je sauberer das in der Planung landet, desto besser plant IBP. Wo ein Bordmittel reicht, sagen wir das.
  • Im Ernstfall muss ein Mensch telefonieren. Das bleibt so. Der Ablauf nimmt niemandem das Gespräch mit dem Lieferanten ab, er sorgt dafür, dass der Disponent um sieben Uhr weiß, welche vier Anrufe heute zählen, und alle Fakten dazu auf einer Seite hat. Entscheidungen über Umlagerung, Sonderfahrt oder Eskalation trifft und verantwortet ein Mensch.

Nachweis

Was wir aus vergleichbaren Abläufen mitbringen

Zwei Bausteine einer Disposition laufen bei uns und bei einem Kunden. Dieser Fall sind wir selbst: Nächtliche Prüfungen von Kundensystemen melden uns am Morgen nur Abweichungen, nicht Zustände, und eingehende Mails werden gelesen, dem Vorgang zugeordnet und mit Antwortentwurf vorgelegt. Das ist die Mechanik einer Fehlteilliste, die nur die vier kritischen Zeilen nach oben holt, und einer Lieferantenmail, die als Terminänderung an der richtigen Bestellposition ankommt. Für einen Ersatzteilhändler haben wir außerdem Millionen Datensätze mit elf Prüfschritten und bitgleichem Rollback bearbeitet, das Werkzeug für Sicherheitsbestände über 4.000 Teilenummern.

Was bei uns schiefging: Eine nächtliche Prüfung meldete jede Nacht denselben Fehler, bis wir sie auf Änderungen statt Zustände umstellten. Für die Disposition ist das die wichtigste Regel: Der Ablauf meldet, was sich seit gestern verändert hat, nicht, was seit drei Wochen rot ist, sonst liest ihn nach einer Woche niemand mehr.

Fallstudie: unser eigener Betrieb

Preise

Preise für Supply-Chain-Manager und Disposition

Analyse, Umbau und Begleitung haben feste Preise, die öffentlich auf unserer Seite stehen, und nach jeder Stufe entscheiden Sie neu. Was ein Ablauf wie "Lieferabrufe und Forecasts einlesen und mit der Planung abgleichen" bei Ihnen kostet, steht nach der Analyse als Festpreis fest: Vorgehen und Preise. Wo sich KI nicht lohnt, steht das ebenso in der Analyse.

Rückfragen

Fragen von Supply-Chain-Managern und Disponenten

Was im ersten Gespräch zuerst gefragt wird. Weitere Antworten stehen unter Fragen und Antworten.

Dürfen Lieferabrufe und Lieferantendaten durch eine KI laufen?

Ja, wenn Sie bestimmen, wo das Modell läuft, und das vertraglich geregelt ist. Für Abrufe und Bestelldaten bauen wir mit Modellen im Haus oder auf EU-Servern unter Auftragsverarbeitungsvertrag, die Daten verlassen Ihre Umgebung nicht, und nichts davon trainiert ein fremdes Modell. Welche Daten je Ablauf gelesen werden, steht in einer Beschreibung, die Sie Ihrem Kunden auf Nachfrage zeigen können. Die drei Betriebsarten stehen unter Datensouveränität.

Ersetzt das SAP IBP oder eine Planungssoftware?

Nein, es füttert sie. Planungssysteme rechnen gut, wenn die Eingaben stimmen; der Ablauf übernimmt das Lesen von Abrufen, Mails und Excel-Dateien davor und die Bewertung der Ergebnisse danach, also die Fehlteilliste und den Bericht. Wer keine Planungssoftware hat, braucht für diese Abläufe keine; wer eine hat, bekommt bessere Daten hinein. Wo sich ein eigenes Werkzeug gegenüber Standardsoftware lohnt, beschreibt der Artikel Standardsoftware oder Werkzeug nach Maß.

Lohnt sich das bei zwei Disponenten?

Es hängt an der Menge, nicht an der Zahl der Disponenten: Zwei Disponenten mit 2.000 Teilenummern, 50 Lieferanten und täglicher Fehlteilliste sind ein typischer Fall, in einem Betrieb ab etwa 50 Mitarbeitern. Ein Handelsbetrieb mit 200 Artikeln und drei Lieferanten braucht das nicht, das sagen wir offen. Der Potenzial-Check gibt in zehn Minuten eine erste Einschätzung.

Wie viel Zeit kostet das die Disposition intern?

Die Analyse braucht drei Tage mit den Disponenten selbst und je eine Stunde mit Einkauf, Produktion und IT; sie endet mit der Reihenfolge der Abläufe und der Aussage, wo sich KI nicht lohnt. Im Umbau brauchen wir einen Disponenten als Ansprechpartner für Regeln und Freigaben. Die ersten zwei Wochen läuft der Ablauf neben der bisherigen Arbeit, danach prüft die Disposition nur noch die markierten Fälle.

Übergabe

Der erste Schritt ist ein Gespräch von 30 Minuten.

Sie erzählen uns von dem Ablauf, der Sie am meisten Zeit kostet. Wir sagen Ihnen ehrlich, ob sich KI dort lohnt und was der nächste Schritt wäre. Ob danach eine Ablaufanalyse folgt, entscheiden Sie.

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