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Zielgruppe

Stand

Im Werkzeugbau steckt der Nachtrag in einer Mail-Kette mit siebzig Änderungswünschen.

Ein Formenbauer für Spritzgusswerkzeuge mit 120 Mitarbeitern: Tebis in Konstruktion und CAM, ProLeiS für die Fertigungsplanung, proALPHA für Aufträge und Einkauf, Moldflow für die Füllsimulation. Ein Werkzeug läuft neun Monate, und in dieser Zeit ändert der Kunde das Bauteil zwölf Mal: eine Wandstärke, ein Radius, eine zusätzliche Schieberposition, jedes Mal per Mail an den Projektleiter, oft mit angehängtem STEP-Modell und dem Satz, das sei ja nur eine Kleinigkeit. Am Ende des Projekts sitzt der Projektleiter vor einer Kette von 70 Mails und soll den Nachtrag rekonstruieren: Was wurde wann gewünscht, was hat es an Fräszeit, Normalien und Termin gekostet, was war schon im Angebot. Daneben will der Kunde jede Woche einen Statusbericht, und nach jeder Abmusterung muss jemand Messprotokolle und Korrekturen zusammenschreiben. KI für Werkzeugbau beginnt deshalb beim Projektpostfach: Änderungen erkennen, Auswirkungen festhalten, Nachtrag und Bericht vorbereiten, und der Projektleiter entscheidet, was der Kunde bekommt.

Anfrage

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Abläufe

Fünf Abläufe, die sich bei Werkzeug- und Formenbauern lohnen

Ein Werkzeug ist Einzelfertigung mit langem Weg und vielen Änderungen. Das Geld geht nicht an der Maschine verloren, sondern im Nichtaufschreiben. Welche dieser Abläufe sich bei Ihnen rechnen, zeigt die Analyse.

  • Anfragen mit Bauteildaten lesen und Werkzeugkonzept vorbereiten

    Outlook, Tebis, Moldflow, proALPHA

    Eine Anfrage kommt mit Bauteilmodell, Lastenheft, Stückzahl über Laufzeit und Wunsch nach Angebot in einer Woche, 15 Mal im Monat. Der Ablauf liest Lastenheft und Modellinformationen, zieht Material, Bauteilmaße, Hinterschnitte, Anforderungen an Oberfläche, Kavitätenzahl, Heißkanal, Normalienhersteller und Maschinendaten in eine strukturierte Übersicht, vergleicht mit Ihren früheren Werkzeugen ähnlicher Bauteile und legt einen Kostenrahmen mit Annahmen und Bandbreite als Entwurf an. Offene Punkte für die Rückfrage an den Kunden stehen daneben. Der Konstruktionsleiter prüft Konzept und Annahmen, der Geschäftsführer gibt den Preis frei.

  • Änderungswünsche erfassen und Nachträge formulieren

    Outlook, Kundenportale, proALPHA, DMS

    70 Mails in neun Monaten, davon zwölf mit Änderungen am Bauteil, dreißig mit Rückfragen, der Rest Terminabstimmung. Der Ablauf liest jede eingehende Mail im Projektpostfach, erkennt Änderungswünsche an Geometrie, Material, Stückzahl oder Termin, legt je Änderung einen Eintrag mit Datum, Absender, Beschreibung, angehängtem Modellstand und Bezug zum Angebot an, holt die Auswirkung auf Fräszeit, Normalien und Termin aus den Rückmeldungen der Fertigung und formuliert den Nachtrag in Ihrer Vorlage, mit Verweis auf die Mail des Kunden. Änderungen, die im Angebot bereits enthalten waren, sind markiert. Der Projektleiter prüft jeden Nachtrag und sendet ihn.

  • Projektstatusberichte für Kunden erzeugen

    ProLeiS, Betriebsdatenerfassung, proALPHA, Terminplan

    Zwölf laufende Werkzeuge, zwölf Kunden, die jede Woche wissen wollen, wo ihr Werkzeug steht. Heute schreibt das jeder Projektleiter am Freitagnachmittag aus dem Gedächtnis. Der Ablauf liest Rückmeldungen aus Fertigungsplanung und Betriebsdatenerfassung, Lieferstatus der Normalien aus dem Einkauf und den Terminplan, stellt je Projekt den Stand je Arbeitsgang, Abweichungen zum Plan mit Ursache und die nächsten Schritte zusammen und formuliert den Bericht in Ihrer Vorlage und im Ton, den der jeweilige Kunde gewohnt ist. Projekte mit Terminrisiko stehen oben, mit Hinweis, was dem Kunden gesagt werden sollte. Der Projektleiter ergänzt, kürzt und gibt frei.

  • Abmusterungsberichte und Messprotokolle zusammenstellen

    Messsoftware der Messmaschine, Spritzgussmaschinen-Protokolle, DMS, Excel

    Nach jeder Abmusterung liegen Maschinenprotokoll mit Prozessparametern, Messprotokoll der Teile, Fotos der Fehlstellen und die Notizen des Einrichters vor, bei vier Abmusterungen je Werkzeug und zwölf Werkzeugen im Jahr. Der Ablauf ordnet die Unterlagen Werkzeug und Abmusterungsnummer zu, vergleicht die Messwerte mit den Zeichnungstoleranzen, listet Abweichungen mit Maß und Richtung auf, verknüpft sie mit den Korrekturen aus den Notizen und erzeugt den Abmusterungsbericht in Ihrer Vorlage, mit Verlauf über alle Schleifen. Merkmale, die sich seit der letzten Abmusterung verschlechtert haben, sind markiert. Der Projektleiter prüft und gibt den Bericht an den Kunden frei.

  • Normalien und Zukaufteile anfragen und Lieferzeiten verfolgen

    Stücklisten aus Tebis, Lieferantenshops, proALPHA, Outlook

    Je Werkzeug 300 Positionen Normalien und Zukaufteile: Führungen, Auswerfer, Heißkanal, Temperierkomponenten, Härtereileistungen. Der Einkauf fragt heute Position für Position in den Shops der Normalienhersteller an, bei zwei Lieferanten gleichzeitig, und verfolgt Bestätigungen per Mail. Der Ablauf liest die Stückliste aus der Konstruktion, ordnet Positionen den Katalogartikeln und Lieferanten zu, bereitet Anfragen je Lieferant vor, liest Angebote und Auftragsbestätigungen mit Preisen und Terminen ein, vergleicht sie mit der Anfrage und dem Terminplan des Werkzeugs und meldet Positionen, deren Termin den Fertigungsstart gefährdet. Der Einkäufer gibt Bestellungen frei; der Ablauf hält die Terminliste je Werkzeug aktuell.

Systeme

Typische Systeme bei Werkzeug- und Formenbauern

Konstruktion und CAM sind stark, Fertigungsplanung und ERP vorhanden, aber das Projekt selbst lebt im Postfach des Projektleiters und in Excel.

Systemvernetzung im Detail

  • CAD und CAMTebis, hyperMILL, Cimatron, Autodesk PowerMill, Moldflow
  • Fertigungsplanung und WerkzeugverwaltungProLeiS, Segoni, WinTool, Betriebsdatenerfassung
  • ERPproALPHA, abas, Branchenlösungen für den Werkzeugbau, Excel
  • Messtechnik und AbmusterungMesssoftware der Koordinatenmessmaschinen, Spritzgussmaschinen-Protokolle, Fotodokumentation
  • Einkauf von NormalienLieferantenshops der Normalienhersteller, Lieferantenportale, Auftragsbestätigungen per Mail
  • Kommunikation mit KundenOutlook, Kundenportale, Datenaustauschplattformen, Teams

Einwände

Was bei Werkzeug- und Formenbauern besonders zählt

Die Einwände, die im Werkzeug- und Formenbau zuerst kommen, und was wir darauf antworten.

  • Die Konstruktionsdaten des Kunden sind das Kerngeschäft, kein Upload in fremde Dienste. Deshalb laufen Abläufe mit Bauteilmodellen, Zeichnungen und Lastenheften auf Ihren Servern oder auf EU-Servern unter Auftragsverarbeitungsvertrag. Kein Modell und kein Lastenheft trainiert ein fremdes Modell, und der Datenfluss ist je Ablauf beschrieben, so dass Sie ihn dem Kunden vorlegen können, der Ihnen eine Geheimhaltungsvereinbarung vorgelegt hat.
  • Produkthaftung über die Lebensdauer des Werkzeugs. Dafür ist die Dokumentation die Grundlage, und genau die wird vollständiger: Jede Änderung mit Datum und Absender, jede Abmusterung mit Messwerten und Korrekturen, jeder Nachtrag mit Bezug zur Kundenmail. Wenn nach Jahren eine Frage kommt, liegt der Verlauf des Werkzeugs vor, statt in einem Postfach, das längst gelöscht ist.
  • Kein IT-Personal, der Chef konstruiert selbst. Dann ist er der Ansprechpartner für Regeln und Freigaben, mehr braucht es im Haus nicht. Bau, Betrieb und Überwachung übernehmen wir, mit Ihrem ERP-Partner über die Schnittstellen, die er kennt. Alles ist so dokumentiert, dass es ohne uns weiterlaufen und übernommen werden kann.
  • Exportkontrolle bei Werkzeugen für Kunden außerhalb der EU. Der Ablauf entscheidet keine Ausfuhr. Er kann je Anfrage Kunde, Land und Verwendungszweck gegen Ihre Prüfregeln halten und markieren, was Ihr Verantwortlicher mit den Güterlisten prüfen muss. Die Einstufung und die Entscheidung bleiben bei ihm, mit Protokoll und Datum.

Nachweis

Was wir aus vergleichbaren Abläufen mitbringen

Den Nachtrag, der in einer Mail-Kette steckt, kennen wir aus eigener Erfahrung. Dieser Fall sind wir selbst: Als Dienstleister mit Projekten über Monate werden bei uns Arbeitssitzungen automatisch als Aufgaben erfasst, benannt, geschätzt und für die Abrechnung vorbereitet. Mails werden gelesen, Vorgängen zugeordnet und mit Antwortentwurf vorgelegt, Anrufe in Vorgänge überführt, und nächtliche Prüfungen von Kundensystemen melden nur Abweichungen. Aus Postfach und Arbeit entsteht so die Abrechnung, ohne dass jemand am Monatsende rekonstruiert.

Was dabei schiefging: Die automatische Benennung der Aufgaben war anfangs zu technisch für die Rechnung, seither gilt die Regel, dass Rechnungstitel in der Sprache des Kunden stehen. Im Werkzeugbau heißt das, der Nachtrag sagt, was der Kunde geändert hat und was es kostet, nicht welche Fräsoperation betroffen war. Und eine nächtliche Prüfung meldete jede Nacht denselben Fehler, bis wir sie auf Änderungen statt Zustände umstellten; der Statusbericht für Ihren Kunden berichtet deshalb, was sich seit letzter Woche getan hat, nicht den Gesamtzustand.

Fallstudie: unser eigener Betrieb

Preise

Preise für Werkzeug- und Formenbauer

Analyse, Umbau und Begleitung haben feste Preise, die öffentlich auf unserer Seite stehen, und nach jeder Stufe entscheiden Sie neu. Was ein Ablauf wie "Anfragen mit Bauteildaten lesen und Werkzeugkonzept vorbereiten" bei Ihnen kostet, steht nach der Analyse als Festpreis fest: Vorgehen und Preise. Wo sich KI nicht lohnt, steht das ebenso in der Analyse.

Rückfragen

Fragen von Werkzeug- und Formenbauern

Was im ersten Gespräch zuerst gefragt wird. Weitere Antworten stehen unter Fragen und Antworten.

Dürfen Kundenmodelle, Zeichnungen und Lastenhefte durch ein KI-Modell laufen?

Ja, wenn das Modell dort läuft, wo Ihre Geheimhaltungsvereinbarungen es erlauben. Für Abläufe mit Konstruktionsdaten setzen wir es auf Ihren Servern oder auf EU-Servern unter Auftragsverarbeitungsvertrag ein, keine Ihrer Daten trainiert ein fremdes Modell, und der Datenfluss ist je Ablauf beschrieben. Viele Geheimhaltungsvereinbarungen lassen Unterauftragnehmer unter denselben Pflichten zu; wo nicht, läuft der Ablauf im Haus. Die Betriebsarten stehen unter Datensouveränität.

Lohnt sich das für einen Werkzeugbau mit 35 Mitarbeitern?

Zum Festpreis selten, das sagen wir offen. Unter etwa 50 Mitarbeitern reicht die Zahl der Projekte meist nicht, um einen Umbau in angemessener Zeit zu bezahlen, auch wenn der einzelne Nachtrag viel Geld bedeutet. Ein Weg ist ein gemeinsamer Ablauf in einer Gruppe oder einem Verbund mehrerer Werkzeugbauer, ein anderer der Beginn mit einem einzigen Ablauf, dem Projektpostfach. Der Potenzial-Check gibt in zehn Minuten eine erste Einschätzung.

Ersetzt das die Fertigungsplanung in ProLeiS oder das ERP?

Nein. Fertigungsplanung und ERP bleiben die Orte, an denen Termine, Arbeitsgänge und Bestellungen leben. Der Ablauf liest dort und im Postfach, verbindet, was heute niemand verbindet, und legt Entwürfe vor: Nachtrag, Statusbericht, Abmusterungsbericht, Terminliste. Wo ein vorhandenes Modul die Aufgabe bereits erledigt, sagen wir das in der Analyse.

Wie viel Zeit kostet das den Projektleiter, der ohnehin keine hat?

Die Analyse dauert drei Tage, davon braucht der Projektleiter etwa einen halben. Für den Umbau brauchen wir einen Ansprechpartner für Regeln und Freigaben, etwa zwei Stunden in der Woche über vier bis sechs Wochen. Danach prüft der Projektleiter in den ersten Wochen jeden Entwurf vollständig und später nur noch die markierten Fälle. Die Zeit, die er heute mit der Mail-Kette verbringt, wird dabei frei.

Übergabe

Der erste Schritt ist ein Gespräch von 30 Minuten.

Sie erzählen uns von dem Ablauf, der Sie am meisten Zeit kostet. Wir sagen Ihnen ehrlich, ob sich KI dort lohnt und was der nächste Schritt wäre. Ob danach eine Ablaufanalyse folgt, entscheiden Sie.

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