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Zielgruppe

Stand

Im Baustoffwerk werden abends 600 Lieferscheine mit den Baustellenaufträgen des Tages abgestimmt.

Ein Hersteller von Transportbeton, Kies und Sand mit 450 Mitarbeitern, neun Werken und drei Kiesgruben: SAP S/4HANA im Verbund, Praxis WDV an den Waagen, Command Alkon in der Betondisposition, Quentic für Umwelt und Arbeitsschutz, DocuWare für die Belege. Jeden Tag verlassen 600 Lieferscheine die Werke, aus Waage, Mischanlage und Fahrerterminal, für 200 Baustellen und 80 Kunden. Abends sitzen in jedem Werksbüro zwei Leute und stimmen ab: Gehört der Lieferschein zum Auftrag, stimmt die Rezeptur, passt die Menge zur Bestellung, welche Baustelle hat am Nachmittag telefonisch nachbestellt, wer bekommt den Zuschlag für Wartezeit. Was nicht passt, wird am nächsten Morgen mit dem Polier geklärt und bremst die Rechnung. KI für Baustoffhersteller beginnt an dieser Abstimmung: Lieferscheine und Wiegedaten lesen, Aufträgen und Baustellen zuordnen, Abweichungen markieren, und dem Werksbüro nur die Fälle vorlegen, die ein Mensch klären muss.

Anfrage

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Abläufe

Fünf Abläufe, die sich bei Baustoffherstellern und Steine-Erden-Betrieben lohnen

Das Produkt eines Baustoffwerks liegt pünktlich auf der Baustelle. Die Belege, Nachweise und Auflagen dazu werden abends im Büro von Hand zusammengeführt. Welche dieser Abläufe sich bei Ihnen rechnen, zeigt die Analyse.

  • Lieferscheine und Wiegedaten mit Bestellungen und Baustellen abgleichen

    Praxis WDV, Command Alkon, SAP S/4HANA, Fahrerterminals, Outlook

    600 Lieferscheine am Tag aus neun Werken, dazu telefonische Nachbestellungen, Rezepturwechsel auf der Baustelle und Fahrzeuge, die zwischen Baustellen umdisponiert wurden. Der Ablauf liest Lieferscheine, Wiegedaten und Dispositionsdaten, ordnet jeden Lieferschein Auftrag, Baustelle und Kunde zu, prüft Menge gegen Bestellung, Rezeptur gegen Auftrag, Preis gegen Vertrag und Lieferzeit gegen das Zeitfenster und markiert, was nicht passt: Menge über Bestellung, Baustelle ohne Auftrag, Wartezeit über Toleranz, Lieferschein doppelt. Das Werksbüro sieht am Abend zwanzig Fälle statt 600 Zeilen, klärt sie und gibt die Abrechnung frei. Fakturiert wird, was freigegeben ist.

  • Angebotsanfragen von Bauunternehmen bepreisen

    Outlook, GAEB-Dateien, SAP S/4HANA, Preislisten, Routenplanung

    Im Vertrieb kommen in der Woche 120 Anfragen von Bauunternehmen, als Mail mit Leistungsverzeichnis, als GAEB-Datei oder als Anruf mit drei Zeilen: Baustelle, Betonsorte, Kubikmeter, Zeitraum. Der Ablauf liest die Anfrage, ordnet die Positionen den eigenen Produkten und Rezepturen zu, prüft, welches Werk die Baustelle in der Entfernung bedienen kann, ergänzt Frachtkosten und Zuschläge nach Ihren Regeln und bereitet das Angebot in Ihrer Vorlage vor, mit den Positionen, die nicht zuzuordnen waren, als offene Punkte. Der Vertriebsmitarbeiter prüft Preis und Kapazität des Werks und gibt frei. Am selben Tag ist das Angebot beim Kunden.

  • Leistungserklärungen und Prüfzeugnisse je Produkt und Werk bereitstellen

    DocuWare, SAP S/4HANA, Kundenportale, Website, Laborsoftware

    Für 400 Produkte aus neun Werken müssen Leistungserklärungen nach Bauproduktenverordnung, Erstprüfungen, Fremdüberwachungszeugnisse und Sicherheitsdatenblätter vorliegen, je Werk, je Rezeptur, mit Gültigkeit. Kunden fragen sie bei jeder Baustelle an, oft über ein Portal des Bauunternehmens. Der Ablauf führt den Bestand, prüft Gültigkeit und Zuordnung zu Werk und Rezeptur, meldet ablaufende Zeugnisse acht Wochen vorher an das Labor, stellt auf Anfrage die Mappe je Lieferung zusammen und lädt sie dort hoch, wo der Kunde sie erwartet. Was er nicht eindeutig zuordnen kann, legt er dem Qualitätsleiter vor. Ohne gültiges Dokument gibt es keine Mappe, nur eine Meldung.

  • Umweltproduktdeklarationen und CO2-Daten für Anfragen zusammenstellen

    Quentic, EPD-Dokumente, Energiedaten der Werke, SAP S/4HANA, Excel

    Bauherren, Generalunternehmer und Zertifizierer fragen je Projekt nach CO2-Werten, EPD-Daten, Recyclinganteilen und Transportwegen, jeder in seiner eigenen Tabelle. Dazu kommen die Fragebögen für die eigene Berichtspflicht. Der Ablauf liest jede Anfrage, ordnet die Fragen den Daten zu, die Sie haben, aus EPD-Dokumenten, Energieverbräuchen der Werke, Rezepturen und Lieferentfernungen, rechnet nach den hinterlegten Regeln je Lieferung oder Kubikmeter aus, füllt die Tabelle des Fragenden und markiert, was ohne Quelle bleibt. Der Umweltbeauftragte prüft, was hinausgeht, und entscheidet, wo eine Datenlücke bleibt, statt geschätzt zu werden.

  • Genehmigungsauflagen für Abbaustätten und Werke überwachen

    Genehmigungsbescheide, Quentic, Messdatenlogger, Kalender, DocuWare

    Drei Kiesgruben und neun Werke haben zusammen vierzig Bescheide mit mehreren hundert Auflagen: Staubmessungen, Lärmgrenzwerte, Grundwasserpegel, Rekultivierungsfristen, Berichte an Behörden zu festen Terminen. Der Ablauf liest die Bescheide, zieht jede Auflage mit Frist, Messgröße und Grenzwert heraus, führt sie in einer Liste je Standort, liest eingehende Messdaten und Berichte, vergleicht sie mit den Grenzwerten und meldet Überschreitungen, ausstehende Messungen und Fristen vier Wochen vorher an den Standortleiter. Berichte an die Behörde bereitet er in der verlangten Form vor. Gesendet wird nach Freigabe durch den Umweltbeauftragten.

Systeme

Typische Systeme bei Baustoffherstellern und Steine-Erden-Betrieben

Werke, Waagen, Disposition und Verbund-ERP sind gewachsene Inseln, die Belege liefern. Zusammengeführt werden sie abends im Büro.

Systemvernetzung im Detail

  • ERPSAP S/4HANA, Microsoft Dynamics 365, abas, proALPHA
  • Waage und DispositionPraxis EDV WDV, Command Alkon, Fahrerterminals, Telematik
  • Umwelt, Arbeitsschutz, QualitätQuentic, Laborsoftware, Messdatenlogger, Fremdüberwachung
  • DokumenteDocuWare, d.velop, Kundenportale der Bauunternehmen, Website
  • DatenaustauschLobster_data, GAEB, EDI, Excel
  • KommunikationMicrosoft 365, Outlook, Telefonanlage, Sammelpostfächer

Einwände

Was bei Baustoffherstellern und Steine-Erden-Betrieben besonders zählt

Die Pflichten und Einwände, die in der Baustoffindustrie zuerst genannt werden, und unsere Antwort darauf.

  • Bauproduktenverordnung: Leistungserklärung für jedes Produkt. Deshalb ist der Dokumentenbestand ein Ablauf mit Gültigkeitsprüfung und nicht ein Ordner. Der Ablauf meldet, was abläuft, und gibt keine Mappe heraus, der ein gültiges Dokument fehlt. Die Erklärungen selbst erstellt und unterschreibt wie bisher Ihr Qualitätsleiter mit dem Labor; der Ablauf hält sie auffindbar und richtig zugeordnet.
  • CSRD und Emissionshandel verlangen belastbare Daten. Belastbar heißt: Jede Zahl hat eine Quelle und einen Rechenweg. Der Ablauf rechnet nur nach Regeln, die Sie hinterlegt haben, trägt zu jeder Zahl Quelle und Zeitraum ein und markiert Lücken, statt sie zu füllen. Was an Prüfer, Zertifizierer oder Behörde geht, hat der Umweltbeauftragte freigegeben.
  • Immissionsschutz und Bergrecht mit Dokumentationspflichten. Die Auflagen stehen in Bescheiden, die niemand täglich liest. Der Ablauf macht aus ihnen eine Liste mit Fristen und Grenzwerten, prüft Messdaten dagegen und meldet Abweichungen und Termine. Bewertet und mit der Behörde gesprochen wird vom Standortleiter; der Ablauf sorgt dafür, dass er es vor der Frist tut und den Nachweis in der Hand hat.
  • Arbeitszeitgesetz und Lenkzeiten im eigenen Fuhrpark. Der Ablauf wertet Lieferzeiten und Wartezeiten je Lieferschein aus, nicht je Fahrer, es sei denn, Sie und der Betriebsrat vereinbaren etwas anderes. Welche Daten gelesen werden und was ausgewertet wird, legen Sie fest; das Regelwerk ist einsehbar, und die Dokumentation taugt als Grundlage für eine Betriebsvereinbarung.
  • Betriebsrat nach § 87 BetrVG bei Auswertung von Fahrer- und Werksdaten. Ein Ablauf, der Lieferscheine und Werksdaten liest, kann Leistung sichtbar machen. Deshalb gehört der Betriebsrat vor den Bau an den Tisch. Wir liefern die Beschreibung, was gelesen, gespeichert und ausgewertet wird, als Grundlage für die Vereinbarung. Mehr in unserem Leitfaden zur Einführung mit dem Betriebsrat.

Nachweis

Was wir aus vergleichbaren Abläufen mitbringen

Den Abgleich großer Belegmengen, bei dem nur die Abweichung zum Menschen soll, betreiben wir aber jede Nacht selbst: Dieser Fall sind wir selbst. In unserem Betrieb prüfen nächtliche Routinen die Systeme unserer Kunden und melden nur Abweichungen, Mails werden gelesen, zugeordnet und mit Antwortentwurf vorgelegt, Arbeitssitzungen werden automatisch als Aufgaben erfasst und für die Abrechnung vorbereitet. Und bei einem unabhängigen Händler für Industrie-Ersatzteile mit rund 50 Mitarbeitern haben wir Millionen Datensätze mit elf Prüfschritten, Wochenbericht und Stoppschalter bearbeitet. 600 Lieferscheine gegen Aufträge zu prüfen ist dieselbe Mechanik: Regel, Prüfung, Abweichung, Freigabe.

Was bei uns schiefging, sagen wir dazu. Eine nächtliche Prüfung meldete jede Nacht denselben Fehler, bis wir sie auf Änderungen statt Zustände umstellten; für den Lieferscheinabgleich heißt das: Eine Baustelle ohne Auftrag wird einmal gemeldet, nicht jeden Abend neu. Und die automatische Benennung von Aufgaben war anfangs zu technisch für die Rechnung, seitdem gilt die Regel, dass Titel in Kundensprache stehen; auf Lieferscheinen und Angeboten stehen deshalb Rezepturnamen und Baustellen, wie der Polier sie nennt, nicht interne Nummern.

Fallstudie: unser eigener Betrieb

Preise

Preise für Baustoffindustrie und Steine-Erden-Betriebe

Analyse, Umbau und Begleitung haben feste Preise, die öffentlich auf unserer Seite stehen, und nach jeder Stufe entscheiden Sie neu. Was ein Ablauf wie "Lieferscheine und Wiegedaten mit Bestellungen und Baustellen abgleichen" bei Ihnen kostet, steht nach der Analyse als Festpreis fest: Vorgehen und Preise. Wo sich KI nicht lohnt, steht das ebenso in der Analyse.

Rückfragen

Fragen von Baustoffherstellern und Steine-Erden-Betrieben

Was im ersten Gespräch zuerst gefragt wird. Weitere Antworten stehen unter Fragen und Antworten.

Dürfen Lieferschein- und Kundendaten durch eine KI laufen?

Ja, wenn Sie bestimmen, wo das Modell läuft. Für Lieferscheine, Angebote und Messdaten bauen wir mit Modellen im Haus oder auf EU-Servern unter Auftragsverarbeitungsvertrag, und keine Ihrer Daten trainiert ein fremdes Modell. Fahrerdaten werden nur gelesen, soweit Sie und der Betriebsrat es vereinbart haben. Die drei Betriebsarten stehen unter Datensouveränität.

Ersetzt das Praxis WDV oder Command Alkon?

Nein. Waage und Disposition bleiben, was sie sind, und das ERP bleibt das führende System für Aufträge und Rechnungen. Der Ablauf nimmt die Daten aus diesen Systemen, über ihre Export- und Schnittstellenformate, führt sie zusammen und legt Ergebnisse dort ab, wo das ERP sie erwartet. Was ein System selbst kann, nutzen wir; die Analyse sagt, wo eine Funktion des Herstellers reicht.

Wie viel Zeit kostet das die Werke?

Die Analyse dauert drei Tage mit den Menschen, die die Arbeit machen: zwei aus dem Werksbüro, einer aus dem Vertrieb, der Qualitäts- oder Umweltbeauftragte, dazu ein Gespräch mit dem Betriebsrat. Der Umbau braucht einen Ansprechpartner für Regeln und Freigaben. Die Einführung läuft in einem Werk parallel, zwei Wochen prüft das Büro jede Zuordnung, danach nur die markierten Fälle; dann folgen die anderen Werke.

Lohnt sich das für ein Kieswerk mit 30 Mitarbeitern?

Für ein einzelnes Werk selten, das sagen wir offen; unter etwa 50 Mitarbeitern rechnet sich ein Umbau zum Festpreis nur, wenn die Belegmenge groß ist. Lohnen kann es sich im Verbund: mehrere Werke einer Gruppe, ein gemeinsamer Vertrieb oder ein Verband, der denselben Ablauf für seine Mitglieder betreibt. Der Potenzial-Check gibt in zehn Minuten eine erste Einschätzung.

Übergabe

Der erste Schritt ist ein Gespräch von 30 Minuten.

Sie erzählen uns von dem Ablauf, der Sie am meisten Zeit kostet. Wir sagen Ihnen ehrlich, ob sich KI dort lohnt und was der nächste Schritt wäre. Ob danach eine Ablaufanalyse folgt, entscheiden Sie.

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