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Zielgruppe

Stand

Im Schichtbuch stehen drei Jahre Störungen in Freitext, und niemand kann die zehn häufigsten Ursachen herauslesen.

Ein Zulieferer für Antriebstechnik mit 350 Mitarbeitern, davon 220 in der Fertigung in drei Schichten: SAP PP für Planaufträge, MPDV HYDRA als Betriebsdatenerfassung an 40 Maschinen, ein elektronisches Schichtbuch, in das die Maschinenführer Störungen in eigenen Worten schreiben, und Excel für alles, was danach kommt. Der Produktionsleiter beginnt den Tag mit dem Bericht für die Werkleitung: Ausbringung, Ausschuss, Stillstände je Linie, aus BDE-Export und Schichtbuch von Hand zusammengestellt, eine Stunde täglich. Die Fertigungssteuerung klärt derweil, warum die Rückmeldung zu Auftrag 4711 drei Stück mehr zeigt als geplant, und der Vertrieb fragt zum vierten Mal diese Woche, ob ein Eilauftrag noch in die Kalenderwoche passt. KI in der Produktion fängt deshalb nicht an der Maschine an, sondern bei den Texten und Zahlen, die drumherum entstehen: lesen, sortieren, abgleichen, berichten, und der Meister entscheidet.

Anfrage

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Abläufe

Fünf Abläufe, die sich bei Produktionsleitern und Fertigungssteuerern lohnen

In der Steuerung der Fertigung entsteht Handarbeit nicht an der Maschine, sondern beim Übertragen zwischen Schichtbuch, BDE, ERP und Excel. Welche dieser Abläufe sich bei Ihnen rechnen, zeigt die Analyse.

  • Störungen aus dem Schichtbuch sortieren und Wiederholer erkennen

    Elektronisches Schichtbuch, MPDV HYDRA, Instandhaltungssoftware, Excel

    In drei Jahren haben die Maschinenführer 9.000 Störungsmeldungen in Freitext geschrieben, dieselbe Ursache in zwanzig Formulierungen: Spänestau, Späne verstopft, wieder die Späne. Der Ablauf liest jede Meldung, ordnet sie Maschine, Baugruppe und Ursachenkatalog zu, verbindet sie mit Stillstandszeit aus der BDE und meldet im Wochenrhythmus die Wiederholstörungen je Linie mit Dauer und Häufigkeit. Markiert wird, was sich nicht zuordnen lässt oder zum ersten Mal auftritt. Der Produktionsleiter entscheidet, welche Störung eine Maßnahme bekommt; der Katalog wächst nur nach seiner Freigabe.

  • Rückmeldungen mit Planaufträgen abgleichen

    SAP PP, MPDV HYDRA, Terminals, Excel

    Am Tag laufen 300 Rückmeldungen aus den Terminals ins ERP: Mengen, Zeiten, Ausschuss, Rüstzeiten. Davon weicht jede zehnte vom Planauftrag ab, mehr Stück als geplant, Zeit auf dem falschen Arbeitsgang gebucht, Ausschuss ohne Grund. Der Ablauf gleicht jede Rückmeldung mit Auftrag und Arbeitsplan ab, sortiert die Abweichungen nach Ursache und legt sie der Fertigungssteuerung mit Vorschlag vor: Umbuchung, Rückfrage an den Meister, Planwert anpassen. Korrigiert wird im ERP erst nach Freigabe; was nicht geklärt ist, bleibt sichtbar offen.

  • Arbeitsanweisungen und Prüfpläne bei Änderungen aktualisieren

    DMS, SAP PP, Prüfplanung, Terminals am Arbeitsplatz

    Eine Produktänderung aus der Konstruktion berührt zwölf Arbeitsanweisungen, vier Prüfpläne und die Aushänge an sechs Arbeitsplätzen, und heute vergisst jemand einen davon. Der Ablauf liest die Änderungsmitteilung, findet alle Dokumente, in denen Teil, Maß oder Arbeitsschritt vorkommen, schlägt die geänderte Fassung je Dokument vor und hält die alte Version mit Datum fest. Markiert wird, wo ein Dokument die Änderung in einem anderen widerspricht. Freigegeben wird je Dokument durch Arbeitsvorbereitung und Qualität, dann erst erscheint es am Arbeitsplatz.

  • Tägliche Produktionsberichte erstellen

    MPDV HYDRA, SAP PP, Schichtbuch, Power BI

    Jeden Morgen um sieben braucht die Werkleitung den Bericht des Vortags: Ausbringung je Linie, Ausschuss, Stillstände mit Grund, Rückstand gegen Plan, dazu zwei Sätze, was passiert ist. Der Ablauf zieht die Zahlen aus BDE und ERP, die Gründe aus dem Schichtbuch, stellt den Bericht in Ihrem Format zusammen und schreibt die Sätze aus den Meldungen der Nachtschicht. Markiert wird, was ungewöhnlich ist: Ausschuss über dem Grenzwert, eine Linie ohne Rückmeldung, ein Stillstand ohne Grund. Der Produktionsleiter liest, ergänzt, gibt frei. Der Vertrieb bekommt seine Fassung ohne Kostenwerte.

  • Eilaufträge gegen Kapazität und Material prüfen

    SAP PP, SAP MM, Kapazitätsplanung, Vertriebspostfach

    Der Vertrieb fragt zehnmal in der Woche, ob ein Eilauftrag noch in die Kalenderwoche passt, und die Fertigungssteuerung rechnet jedes Mal von Hand: freie Kapazität auf der Engpassmaschine, Materialbestand, Rüstfolge, was dann hinten runterfällt. Der Ablauf liest die Anfrage, prüft Kapazität, Material und laufende Aufträge im ERP und legt eine Antwort vor: machbar ab wann, zu welchem Preis an anderen Aufträgen, welches Material fehlt. Die Fertigungssteuerung entscheidet und sendet; eingeplant wird nichts ohne ihre Freigabe.

Systeme

Typische Systeme bei Produktionsleitern und Fertigungssteuerern

Das ERP plant, die BDE erfasst, das Schichtbuch erzählt, und Excel verbindet alles. Der Umbau arbeitet mit den Daten, die diese Systeme ohnehin liefern, und greift nicht in Steuerungen ein.

Systemvernetzung im Detail

  • ERP und FertigungsplanungSAP PP, Microsoft Dynamics 365 Supply Chain Management, proALPHA, Infor LN, abas
  • Betriebsdatenerfassung und MESMPDV HYDRA, Siemens Opcenter, FORCAM FORCE, SAP ME/MII, iTAC
  • InstandhaltungSAP PM, Instandhaltungssoftware mit Schnittstelle, Wartungspläne in Excel
  • Schichtbuch und KommunikationElektronische Schichtbücher, Microsoft Teams, Sammelpostfächer, Aushänge
  • DokumenteDMS, SharePoint, Arbeitsanweisungen und Prüfpläne in Word oder PDF
  • AuswertungPower BI, Excel, Qlik, Grafana

Einwände

Was bei Produktionsleitern und Fertigungssteuerern besonders zählt

Die Einwände, die Produktionsleiter zuerst nennen, und unsere Antwort darauf.

  • In Steuerung und Sicherheit darf niemand eingreifen. Das tun wir nicht. Die Abläufe hier lesen Rückmeldungen, Schichtbücher und Planaufträge und schreiben Vorschläge, Berichte und Dokumententwürfe; kein Ablauf stellt einen Parameter an einer Maschine oder ändert eine Sicherheitsfunktion. Was Maschinenverordnung und Betriebssicherheitsverordnung regeln, bleibt bei Hersteller, Instandhaltung und Ihrer Gefährdungsbeurteilung.
  • Der Betriebsrat sieht Leistungsüberwachung. Der Störungsablauf wertet Maschinen und Ursachen aus, nicht Menschen; Rückmeldungen gleichen wir je Auftrag ab, nicht je Mitarbeiter. Die Ablaufbeschreibung nennt, welche Felder gelesen werden, und Personenbezug lässt sich vor der Auswertung entfernen. Nach § 87 Absatz 1 Nummer 6 BetrVG gehört das in eine Betriebsvereinbarung; wir liefern die Unterlagen und sitzen auf Wunsch mit am Tisch.
  • Produktionsdaten verlassen das Haus nicht, das OT-Netz erst recht nicht. Die Abläufe laufen auf Ihrer Seite der Trennung zwischen Fertigungsnetz und Büronetz, mit den Exporten, die BDE und ERP ohnehin erzeugen. Das Modell läuft im Haus oder auf EU-Servern unter Auftragsverarbeitungsvertrag, nach Ihrer Wahl, und keine Ihrer Daten trainiert ein fremdes Modell. Welche Daten je Ablauf wohin fließen, ist dokumentiert.
  • Die Meister schreiben, wie sie reden, und manche gar nicht. Genau dafür ist das Lesen in Freitext gebaut: Der Ablauf versteht Spänestau und Späne verstopft als dieselbe Ursache und fragt nur nach, wenn eine Meldung keiner Klasse zuzuordnen ist. Für Linien ohne Meldung zeigt der Tagesbericht die Lücke, und der Produktionsleiter entscheidet, ob er sie schließt.

Nachweis

Was wir aus vergleichbaren Abläufen mitbringen

Große technische Datenbestände mit Prüfschritt kennen wir. Für einen unabhängigen Händler für Industrie-Ersatzteile mit rund 50 Mitarbeitern bearbeitet ein Ablauf Millionen Teile von 2.226 Herstellern in Salesforce: Herstellertexte mit Faktenanker recherchiert, elf Qualitätsprüfungen, bitgleiches Rollback, Rollout zehn Hersteller je Woche, Wochenbericht und Stoppschalter. Ein Schichtbuch mit 9.000 Störungen oder 300 Rückmeldungen am Tag sind dieselbe Aufgabe: technische Texte in Menge lesen, einem Katalog zuordnen, prüfen, und nur das einspielen, was die Prüfung besteht.

Schiefgegangen ist dort zweierlei: Die ersten Texte nannten veraltete Konzernzugehörigkeiten, seither gilt die Regel, dass jede Angabe Datum und Quelle trägt. Und eine Prüfung auf Umlaute fehlte in der ersten Woche. Für Ihre Fertigung heißt das: Jede Störungszuordnung trägt die Meldung, aus der sie stammt, und der Rollout läuft Linie für Linie mit Stoppschalter, nicht über das ganze Werk am ersten Tag.

Fallstudie: Produktdaten in Millionenmenge

Preise

Preise für Produktionsleiter und Fertigungssteuerung

Analyse, Umbau und Begleitung haben feste Preise, die öffentlich auf unserer Seite stehen, und nach jeder Stufe entscheiden Sie neu. Was ein Ablauf wie "Störungen aus dem Schichtbuch sortieren und Wiederholer erkennen" bei Ihnen kostet, steht nach der Analyse als Festpreis fest: Vorgehen und Preise. Wo sich KI nicht lohnt, steht das ebenso in der Analyse.

Rückfragen

Fragen von Produktionsleitern und Fertigungssteuerern

Was im ersten Gespräch zuerst gefragt wird. Weitere Antworten stehen unter Fragen und Antworten.

Dürfen Maschinendaten und Schichtbücher durch ein Modell laufen?

Maschinendaten sind Betriebsgeheimnis, Schichtbücher enthalten Namen. Sie entscheiden je Ablauf, wo das Modell läuft: im Haus, auf EU-Servern oder als Cloud-Modell unter Auftragsverarbeitungsvertrag, und keine Ihrer Daten trainiert ein fremdes Modell. Für Fertigungsdaten empfehlen wir die Betriebsart im Haus; der Ablauf arbeitet mit Exporten aus dem Büronetz, nie im Fertigungsnetz. Die drei Betriebsarten stehen unter Datensouveränität.

Ersetzt das unser MES oder die BDE?

Nein. HYDRA, Opcenter oder FORCAM erfassen und zeigen, was an der Maschine passiert, und das machen sie besser als jeder Ablauf. Unsere Arbeit beginnt bei dem, was diese Systeme nicht lesen können: Freitext im Schichtbuch, die Änderungsmitteilung aus der Konstruktion, die Mail vom Vertrieb. Wo ein Modul Ihres MES den Schritt selbst kann, sagen wir das in der Analyse.

Wir haben 40 Mitarbeiter in der Fertigung und keinen Fertigungssteuerer. Lohnt sich das?

Bei 40 Mitarbeitern und einem Meister, der die Planung im Kopf hat, rechnet sich ein Umbau zum Festpreis selten, das sagen wir offen. Ab etwa 100 Mitarbeitern in mehreren Schichten mit BDE und ERP kippt das, weil dann täglich Zahlen übertragen werden. Der Potenzial-Check gibt in zehn Minuten eine erste Einschätzung.

Wie viel Zeit kostet das den Produktionsleiter und die Meister?

Die Analyse braucht drei Tage mit den Menschen, die die Arbeit machen: Produktionsleiter, ein Fertigungssteuerer, ein Meister je Schicht für zwei Stunden. Im Umbau braucht es eine Person, die den Ursachenkatalog bestätigt und Freigaben erteilt. Zwei Wochen Parallelbetrieb, in denen der Produktionsleiter jeden Bericht und jede Zuordnung prüft, dann nur die markierten Fälle.

Übergabe

Der erste Schritt ist ein Gespräch von 30 Minuten.

Sie erzählen uns von dem Ablauf, der Sie am meisten Zeit kostet. Wir sagen Ihnen ehrlich, ob sich KI dort lohnt und was der nächste Schritt wäre. Ob danach eine Ablaufanalyse folgt, entscheiden Sie.

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