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Zielgruppe

Stand

Vor dem Rentenausschuss liest der Sachbearbeiter 60 Seiten Arztberichte, um zwei Seiten zu schreiben.

Eine Bezirksverwaltung mit 300 Beschäftigten: Fallführung in CUSA, Akten in enaio, Arztberichte über den Datenaustausch mit den Durchgangsärzten, Post der Mitgliedsbetriebe im Sammelpostfach, Vorlagen in Word. Zu einem Wegeunfall mit Schulterverletzung liegen nach acht Monaten 60 Seiten in der Akte: Unfallanzeige des Arbeitgebers, Durchgangsarztbericht, Entlassungsbrief der Klinik, drei Zwischenberichte, Reha-Entlassungsbericht, Gutachten zur Minderung der Erwerbsfähigkeit. Der Sachbearbeiter liest alles, schreibt für den Rentenausschuss den Sachstand auf zwei Seiten und prüft dabei, ob der Unfallhergang in Anzeige und Erstbericht übereinstimmt. Nebenan liest eine Kollegin den Widerspruch eines Versicherten gegen die Ablehnung einer Berufskrankheit und sucht die Stelle im Gutachten, auf die er sich bezieht. KI für Berufsgenossenschaften fängt deshalb bei der Akte an: lesen, den Sachstand mit Fundstellen aufbereiten, Fehlendes nachfordern und dem Sachbearbeiter vorlegen, was er prüfen und entscheiden soll.

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Abläufe

Fünf Abläufe, die sich bei Berufsgenossenschaften und Unfallkassen lohnen

Die Entscheidung über Leistungen ist Sozialverwaltung mit Ermessen und bleibt beim Menschen. Das Lesen, Zusammenstellen und Nachfordern davor füllt den Tag der Bezirksverwaltung. Welche dieser Abläufe sich bei Ihnen rechnen, zeigt die Analyse.

  • Unfallanzeigen und Durchgangsarztberichte lesen und den Vorgang anlegen

    Unfallanzeige digital, Datenaustausch mit Durchgangsärzten, CUSA, enaio

    Eine Bezirksverwaltung bekommt im Jahr 40.000 Unfallanzeigen und ebenso viele Durchgangsarztberichte, als strukturierte Meldung, PDF und Fax. Der Ablauf liest beides, erkennt Versicherten, Mitgliedsbetrieb, Unfallzeit, Hergang und Diagnose, prüft, ob zu dieser Person und diesem Tag schon ein Vorgang besteht, legt sonst einen an und ordnet die Dokumente zu. Er markiert, was fehlt oder nicht zusammenpasst: Hergang in Anzeige und Arztbericht verschieden, kein Unternehmen zuzuordnen, Unfallzeit außerhalb der Arbeitszeit. Nachforderungen an Betrieb oder Arzt entstehen als Entwurf. Der Sachbearbeiter prüft die markierten Fälle und gibt die Nachforderung frei.

  • Arzt- und Reha-Berichte zum Sachstand zusammenfassen

    enaio, CUSA, Microsoft 365, Vorlagen für den Rentenausschuss

    Vor jedem Rentenausschuss stehen 80 Fälle mit je 40 bis 100 Seiten Befunden, Berichten und Gutachten. Der Ablauf liest die Akte, ordnet die Dokumente zeitlich, zieht Diagnosen, Behandlungsverlauf, Arbeitsunfähigkeitszeiten und die Einschätzungen zur Minderung der Erwerbsfähigkeit heraus und schreibt den Sachstand nach Ihrer Gliederung, jede Aussage mit Fundstelle in Dokument und Seite. Widersprüche zwischen Gutachten, fehlende Berichte und offene Fristen markiert er. Der Sachbearbeiter liest den Entwurf gegen die Akte, ändert und verantwortet den Sachstand, den der Ausschuss sieht. Was er nicht aus dem Entwurf übernimmt, wird Regel für den nächsten.

  • Widersprüche einordnen und den Bescheidentwurf vorbereiten

    Posteingang, CUSA, enaio, Rechtsvorschriften und Rechtsprechungssammlung

    Im Jahr gehen in einer Bezirksverwaltung 3.000 Widersprüche ein, gegen Rentenhöhe, Ablehnung einer Berufskrankheit, Dauer des Verletztengeldes. Der Ablauf liest den Widerspruch, ordnet ihn Vorgang und angegriffenem Bescheid zu, erkennt den Streitpunkt, sucht in der Akte die Stellen, auf die sich der Widerspruch bezieht, und stellt den Entwurf des Widerspruchsbescheids nach Ihrer Vorlage zusammen: Sachverhalt, Streitpunkt, einschlägige Vorschrift aus dem SGB VII, Würdigung der vorgebrachten Gründe. Neuer Sachverhalt, fehlende Ermittlungen und Fristfragen sind markiert. Die Entscheidung trifft die Widerspruchsstelle, der Ablauf liefert ihr die Akte geordnet.

  • Besichtigungsnotizen in Berichte mit Auflagen übertragen

    Tablet-Notizen, Fotos, Microsoft 365, CUSA Betriebsakte

    Eine Aufsichtsperson besichtigt im Jahr 150 Betriebe und bringt von jedem Notizen, Fotos und Stichworte zu Mängeln mit, aus denen ein Besichtigungsbericht mit Auflagen und Fristen werden muss. Der Ablauf liest Notizen und Fotos, ordnet jeden Befund dem Betrieb, dem Arbeitsbereich und der einschlägigen DGUV-Vorschrift oder Regel zu, schlägt die Formulierung der Auflage aus früheren Berichten der Bezirksverwaltung vor und setzt die Frist nach Ihren Regeln. Befunde ohne klare Vorschrift markiert er. Die Aufsichtsperson prüft, ändert und unterschreibt; der Bericht geht erst dann an den Betrieb, und die Wiedervorlage steht im System.

  • Lohnnachweise und Gefahrtarifzuordnung prüfen

    Digitaler Lohnnachweis, Mitgliederverwaltung, Gefahrtarif, Microsoft 365

    Zum Stichtag melden 150.000 Mitgliedsbetriebe ihre Lohnsummen und Arbeitsstunden je Gefahrtarifstelle. Der Ablauf hält jede Meldung gegen das Vorjahr, die Betriebsbeschreibung und die Mitarbeiterzahl aus anderen Meldungen, prüft die Verteilung auf die Gefahrtarifstellen gegen die veranlagte Tätigkeit und markiert Auffälligkeiten: Lohnsumme halbiert ohne Hinweis, Stunden ohne Lohn, Verschiebung in eine günstigere Tarifstelle, fehlende Meldung. Für jede Auffälligkeit entsteht die Rückfrage an den Betrieb als Entwurf mit den konkreten Zahlen. Die Sachbearbeiterin gibt Rückfragen frei; Veranlagung und Beitragsbescheid bleiben bei ihr.

Systeme

Typische Systeme bei Berufsgenossenschaften und Unfallkassen

Fallführung und Mitgliederverwaltung sind über den gemeinsamen IT-Dienstleister stark zentralisiert, Akten, Post und Vorlagen liegen daneben. Zwischen Akte und Vorlage sitzt der Sachbearbeiter.

Systemvernetzung im Detail

  • Fallführung und MitgliederCUSA, Mitgliederverwaltung, Gefahrtarif, Beitragsveranlagung
  • Medizinischer DatenaustauschDatenaustausch mit Durchgangsärzten und Kliniken, Gutachtenverwaltung, Reha-Management
  • MeldeverfahrenUnfallanzeige digital, digitaler Lohnnachweis, Meldeportale für Mitgliedsbetriebe
  • Akten und Dokumenteenaio, d.3ecm, SharePoint, Scanstrecken
  • PräventionBesichtigungssoftware, DGUV-Vorschriften und Regeln, Seminarverwaltung, Unfallstatistik
  • Verwaltung und KommunikationSAP, Microsoft 365, Outlook, Sammelpostfächer

Einwände

Was bei Berufsgenossenschaften und Unfallkassen besonders zählt

Die Einwände, die in Berufsgenossenschaften und Unfallkassen zuerst fallen, und unsere Antwort darauf.

  • Sozialgeheimnis: Unfall- und Gesundheitsdaten sind besonders geschützt. Deshalb verlassen sie Ihre Systeme nicht. Für Akten mit Gesundheitsdaten läuft das Modell im Haus oder beim IT-Dienstleister der Unfallversicherung, in jedem Fall unter Auftragsverarbeitungsvertrag, der Datenfluss je Ablauf ist offengelegt, und keine Versichertendaten trainieren ein fremdes Modell. Der Ablauf liest je Vorgang nur die Akte, zu der er arbeitet, und das Protokoll zeigt, welche.
  • Nach § 31a SGB X dürfen Ermessensentscheidungen nicht vollautomatisiert ergehen. Und sie werden es nicht. Der Ablauf bereitet vor: Sachstand, Fundstellen, Entwurf, Markierungen. Ob eine Rente bewilligt, eine Berufskrankheit anerkannt oder ein Widerspruch zurückgewiesen wird, entscheidet der Sachbearbeiter, der Rentenausschuss oder die Widerspruchsstelle. Das Protokoll zeigt, was der Ablauf vorgelegt hat und was der Mensch daraus gemacht hat.
  • Sozialleistungen gelten nach dem EU AI Act als Hochrisiko-Bereich. Für Systeme, die über den Zugang zu Leistungen entscheiden oder ihn bewerten. Unsere Abläufe entscheiden nicht und bewerten keine Anspruchsberechtigung; sie lesen, ordnen und schreiben Entwürfe, die ein Mensch prüft. Wo ein Ablauf trotzdem in die Nähe einer Bewertung käme, benennen wir das in der Analyse und bauen ihn so, dass die Dokumentations- und Aufsichtspflichten erfüllbar bleiben. Mehr unter EU AI Act: welche Pflichten gelten.
  • Unsere IT ist über den gemeinsamen Dienstleister zentralisiert, und wir müssen vergeben. Beides ist Rahmen, nicht Hindernis. Wir arbeiten über die Schnittstellen und Exporte, die die Fallführung hergibt, und mit Ihrem IT-Dienstleister, nicht an ihm vorbei. Als öffentlicher Auftraggeber vergeben Sie nach UVgO oder VgV; Analyse und Umbau haben Festpreis, Leistungsbeschreibung und Abnahmekriterien, und der Analysebericht taugt als Grundlage für die Vergabe.
  • Der Personalrat will wissen, was mit den Sachbearbeitern passiert. Sie entscheiden weiter, nur mit vorbereiteter Akte statt mit 60 Seiten Rohmaterial. Der Ablauf misst keine Leistung und erstellt keine Rangliste; was er liest und was er protokolliert, legen wir vor der Analyse offen. Die Beteiligung nach Personalvertretungsrecht gehört an den Anfang, nicht ans Ende, und wir bringen die Unterlagen dafür mit.

Nachweis

Was wir aus vergleichbaren Abläufen mitbringen

Große Dokumentbestände nach festen Regeln zu lesen, jede Stelle mit Fundort zu belegen und die Entscheidung beim Menschen zu lassen kennen wir aus unseren Projekten. Für einen börsennotierten Hersteller von Brennstoffzellen mit rund 400 Mitarbeitern liest ein Ablauf den gesamten Textbestand von zehn Live-Domains mit Service-Inhalten in elf Sprachen und markiert jede Umweltaussage nach EU-Richtlinie 2024/825 mit Fundort und Einstufung; ein Werkzeug zeigt den Handlungsbedarf je Seite, umformuliert wird nach Redaktionsleitfaden, freigegeben je Stelle durch einen Menschen. Aus vielen Seiten die relevanten Stellen ziehen und so belegen, dass ein Prüfer sie in Sekunden nachschlagen kann: das braucht ein Sachstand für den Rentenausschuss genauso.

Was dort schiefging: Die erste Einstufung war zu streng und meldete zu viele Treffer, das Regelwerk wurde nachgeschärft; die Übersetzungen brauchten zwei Runden, weil Fachbegriffe doppelt belegt waren. Für eine Bezirksverwaltung heißt das, die Markierungsregeln an den ersten hundert Akten mit erfahrenen Sachbearbeitern zu kalibrieren, und medizinische Begriffe, die in Gutachten und Sozialrecht Verschiedenes bedeuten, mit einem eigenen Glossar zu versehen, bevor der Ablauf sie verwendet.

Fallstudie: Regeltexte über zehn Domains

Preise

Preise für Berufsgenossenschaften und Unfallkassen

Analyse, Umbau und Begleitung haben feste Preise, die öffentlich auf unserer Seite stehen, und nach jeder Stufe entscheiden Sie neu. Was ein Ablauf wie "Unfallanzeigen und Durchgangsarztberichte lesen und den Vorgang anlegen" bei Ihnen kostet, steht nach der Analyse als Festpreis fest: Vorgehen und Preise. Wo sich KI nicht lohnt, steht das ebenso in der Analyse.

Rückfragen

Fragen von Berufsgenossenschaften und Unfallkassen

Was im ersten Gespräch zuerst gefragt wird. Weitere Antworten stehen unter Fragen und Antworten.

Dürfen Gesundheitsdaten von Versicherten durch eine KI laufen?

Ja, wenn der Träger bestimmt, wo das Modell läuft, und das vertraglich geregelt ist. Für Akten mit Arztberichten und Gutachten bauen wir mit Modellen im Haus oder im Rechenzentrum Ihres IT-Dienstleisters unter Auftragsverarbeitungsvertrag; ein Cloud-Modell kommt für diese Daten nicht in Frage, und keine Versichertendaten trainieren ein fremdes Modell. Der Ablauf liest je Vorgang nur die zugehörige Akte, das Protokoll zeigt es. Welche Betriebsart zu welchem Ablauf passt, steht unter Datensouveränität.

Ersetzt das CUSA oder die Fachanwendung unseres IT-Dienstleisters?

Nein. Die Fallführung bleibt das System für Vorgang, Fristen, Leistungen und Bescheide; der Ablauf liest daraus über Schnittstellen und Exporte und schreibt zurück, wo es vorgesehen ist. Er übernimmt die Arbeit zwischen Akte und Vorlage: lesen, ordnen, zusammenfassen mit Fundstelle, Entwürfe schreiben, nachfordern. Wo die Fachanwendung eine Funktion schon mitbringt oder der Dienstleister sie plant, sagen wir das in der Analyse.

Wer ist bei einem Träger mit zwölf Bezirksverwaltungen der richtige Ansprechpartner?

Die Analyse beginnt in einer Bezirksverwaltung, mit den Sachbearbeitern, die die Akten lesen, und mit dem IT-Dienstleister am Tisch. Der erste Ablauf wird dort gebaut und im Parallelbetrieb geprüft; erst wenn die Regeln stehen, wird er auf weitere Bezirksverwaltungen übertragen, mit deren Vorlagen und Besonderheiten. Eine Unfallkasse mit 150 Beschäftigten geht denselben Weg, nur ohne die Übertragung.

Wie viel Zeit kostet das die Sachbearbeitung intern?

Die Analyse braucht drei Tage mit den Menschen, die die Arbeit machen: zwei Sachbearbeiter aus Reha und Rente, eine Aufsichtsperson, jemand vom IT-Dienstleister. Der Umbau braucht einen Ansprechpartner für Regeln und Freigaben. Im Parallelbetrieb lesen die Sachbearbeiter vier Wochen lang die Akte wie bisher und vergleichen mit dem Entwurf des Ablaufs; jede Abweichung wird Regel. Danach beginnen sie mit dem Entwurf und prüfen gegen die Fundstellen.

Übergabe

Der erste Schritt ist ein Gespräch von 30 Minuten.

Sie erzählen uns von dem Ablauf, der Sie am meisten Zeit kostet. Wir sagen Ihnen ehrlich, ob sich KI dort lohnt und was der nächste Schritt wäre. Ob danach eine Ablaufanalyse folgt, entscheiden Sie.

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