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Zielgruppe

Stand

Im Schaltanlagenbau lädt der Projektleiter 2.000 Datenblätter herunter, bevor die Anlage abgenommen wird.

Ein Schaltanlagenbauer mit 350 Mitarbeitern: EPLAN in der Elektrokonstruktion, SAP S/4HANA für Aufträge und Material, Rittal RiPanel für die Schränke, Herstellerportale für alles, was eingebaut wird. Vor der Übergabe einer Anlage mit 2.000 Komponenten sitzt der Projektleiter zwei Wochen am Rechner: Er sucht für jeden Schütz, jede Klemme, jedes Netzteil das aktuelle Datenblatt, die Konformitätserklärung und die Montageanleitung im Portal des Herstellers, lädt sie herunter, benennt sie um und legt sie in die Dokumentationsstruktur, die der Kunde vorschreibt. Zwei Monate später kündigt ein Hersteller eine Baureihe ab, und niemand weiß ohne Suche, in welchen laufenden Projekten sie steckt. KI für Schaltanlagenbau beginnt deshalb bei der Stückliste: Komponenten erkennen, Dokumente und Abkündigungen zuordnen, und der Projektleiter prüft, was der Ablauf vorlegt.

Anfrage

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Abläufe

Fünf Abläufe, die sich bei Schaltanlagenbauern und Elektrotechnik-Herstellern lohnen

Eine Schaltanlage besteht aus tausenden Zukaufteilen, und zu jedem gehören Daten, die irgendwo beim Hersteller liegen. Das Zusammentragen frisst die Projektleitung. Welche dieser Abläufe sich bei Ihnen rechnen, zeigt die Analyse.

  • Kundenstromlaufpläne und Stücklisten einlesen und zuordnen

    EPLAN, WSCAD, SAP S/4HANA, Lieferantenkataloge

    Eine Anfrage kommt mit Stromlaufplan als PDF und einer Stückliste mit 800 Positionen, die der Kunde mit den Artikelnummern eines anderen Herstellers geschrieben hat. Der Ablauf liest Positionen, Typenbezeichnungen und technische Merkmale, sucht zu jeder Position den eigenen Artikel oder das gleichwertige Teil aus Ihrem Lieferantenstamm, übernimmt Preis und Lieferzeit aus den aktuellen Konditionen und legt den Kalkulationsentwurf an. Positionen ohne eindeutige Zuordnung, mit abgekündigtem Typ oder außerhalb Ihrer Lieferantenliste sind markiert und nach Wert sortiert. Der Kalkulator klärt nur noch diese, der Rest ist bereits zugeordnet. Das Angebot gibt er frei.

  • Bauteilabkündigungen und Lieferzeiten mit laufenden Projekten abgleichen

    Herstellerportale, Abkündigungsmitteilungen per Mail, EPLAN, SAP S/4HANA

    Hersteller schicken Abkündigungen und Änderungsmitteilungen als PDF an das Einkaufspostfach, oft 30 im Monat, jede mit einer Liste von Typenbezeichnungen und einem Nachfolger. Der Ablauf liest jede Mitteilung, erkennt die betroffenen Typen, sucht sie in den Stücklisten der laufenden und angebotenen Projekte und in den EPLAN-Artikeldaten, listet je Projekt die Betroffenheit mit Menge, Liefertermin und vorgeschlagenem Nachfolger auf und bereitet die Änderungsmitteilung an den Kunden vor, wo ein Nachfolger andere Maße oder Daten hat. Der Einkauf und die Projektleitung entscheiden je Projekt, der Ablauf dokumentiert die Entscheidung am Artikel.

  • Prüfprotokolle nach EN 61439 erzeugen und je Anlage ablegen

    Prüfplatz mit Messgeräten, Excel-Prüfvorlagen, DMS, SAP S/4HANA

    Jede Anlage durchläuft die Stückprüfung: Isolationsmessung, Schutzleiterprüfung, Funktionsprüfung, Sichtprüfung. Die Messwerte stehen im Prüfgerät oder in einer Excel-Vorlage, das Protokoll schreibt der Prüfer von Hand, bei 40 Anlagen im Monat. Der Ablauf liest die Messwerte aus den Exporten der Prüfgeräte, ordnet sie der Anlage und dem Prüfplan zu, prüft gegen die Grenzwerte, füllt das Protokoll in Ihrer Vorlage mit Anlagendaten, Normbezug, Messwerten und Ergebnis und legt es im DMS beim Auftrag ab. Grenzwertverletzungen und fehlende Prüfschritte sind markiert. Der Prüfer kontrolliert und unterschreibt; ohne seine Unterschrift gilt das Protokoll nicht.

  • Anlagendokumentation aus Komponentendatenblättern zusammenstellen

    EPLAN, Herstellerportale, Rittal RiPanel, DMS

    Für die Übergabe verlangt der Kunde zu jeder der 2.000 Komponenten Datenblatt, Konformitätserklärung und Anleitung in seiner Ordnerstruktur, dazu Stromlaufpläne, Stückliste und Prüfprotokolle. Der Ablauf liest die Stückliste aus EPLAN, holt zu jedem Artikel die Dokumente aus Ihrem Dokumentenbestand oder, wo Sie es freigeben, aus den Herstellerportalen, prüft Version, Sprache und Produktbezug, benennt die Dateien nach der Kundenvorgabe und baut die Dokumentationsstruktur mit Inhaltsverzeichnis. Was fehlt, veraltet ist oder nur auf Englisch vorliegt, steht auf einer Liste mit Artikel und Hersteller. Der Projektleiter arbeitet die Liste ab und gibt die Mappe frei.

  • Angebotsanfragen mit Lastenheft lesen und Rückfragen formulieren

    Outlook, Ausschreibungsportale, SAP S/4HANA, EPLAN

    Ein Lastenheft mit 120 Seiten, Normverweisen, Vorzugsherstellern und Umgebungsbedingungen: Der Kalkulator braucht einen Tag, um die Anforderungen herauszuschreiben und die Fragen zu sammeln, die der Kunde beantworten muss. Bei 15 solcher Anfragen im Monat bleiben viele ungelesen. Der Ablauf liest das Lastenheft, zieht Anforderungen an Schutzart, Kurzschlussfestigkeit, Hersteller, Farben, Dokumentation und Termine in eine Tabelle, vergleicht sie mit Ihren Standardausführungen, markiert Abweichungen und Widersprüche im Lastenheft und formuliert die Rückfragen als Entwurf. Der Vertrieb entscheidet, ob angeboten wird, und schickt die Rückfragen nach Prüfung.

Systeme

Typische Systeme bei Schaltanlagenbauern und Elektrotechnik-Herstellern

Die Konstruktion lebt in EPLAN oder WSCAD, der Auftrag im ERP, die Komponentendaten bei hunderten Herstellern. Zwischen diesen drei Welten entsteht die Handarbeit.

Systemvernetzung im Detail

  • ElektrokonstruktionEPLAN Electric P8, EPLAN Pro Panel, WSCAD, Zuken E3, Rittal RiPanel
  • ERPSAP S/4HANA, proALPHA, abas, Microsoft Dynamics 365
  • KomponentendatenEPLAN Data Portal, Herstellerportale, Lieferantenkataloge, Abkündigungsmitteilungen
  • Produktdaten für den HandelPimcore, Contentserv, ETIM-Klassifikation, BMEcat-Exporte
  • Prüfung und DokumentationPrüfgeräte mit Exportfunktion, Excel-Prüfvorlagen, DMS, Kundendokumentationsstrukturen
  • KommunikationMicrosoft 365, Outlook, Ausschreibungsportale, Kundenportale

Einwände

Was bei Schaltanlagenbauern und Elektrotechnik-Herstellern besonders zählt

Die Einwände, die im Schaltanlagenbau zuerst kommen, und was wir darauf antworten.

  • Konformität nach Niederspannungsrichtlinie, EN 61439 und Maschinenverordnung. Die Konformitätserklärung gibt Ihr Unternehmen ab, und die Verantwortung dafür ändert kein Ablauf. Was er tut: Prüfprotokolle vollständig und nachvollziehbar aus den Messwerten aufbauen, Herstellererklärungen je Komponente zusammentragen und Lücken melden, bevor die Anlage das Haus verlässt. Der Prüfer unterschreibt, das Protokoll zeigt, woher jeder Wert stammt.
  • Der EU AI Act, wenn Steuerungen sicherheitsrelevante Funktionen übernehmen. Unsere Abläufe arbeiten in der Verwaltung des Projekts, nicht in der Steuerung der Anlage. Sie lesen Stücklisten, Dokumente und Mitteilungen und legen Entwürfe vor; sie laufen in keiner Sicherheitsfunktion und sind kein Bestandteil des Produkts. Welche Pflichten der AI Act für Ihre Produkte bringt, ist eine getrennte Frage, zu der wir in der Analyse Stellung nehmen.
  • Exportkontrolle bei Anlagen für bestimmte Länder. Der Ablauf kann Anfragen und Aufträge nach Land, Kunde und Anlagentyp gegen Ihre Prüfregeln halten und markieren, was Ihr Exportkontrollbeauftragter mit den Güterlisten prüfen muss. Die Einstufung und die Entscheidung bleiben bei ihm, protokolliert mit Datum und Begründung.
  • Kundenschaltpläne sind vertraulich. Für Abläufe mit Kundenplänen und Lastenheften läuft das Modell auf Ihren Servern oder auf EU-Servern unter Auftragsverarbeitungsvertrag, kein Plan trainiert ein fremdes Modell, und der Datenfluss ist je Ablauf beschrieben, so dass Sie ihn Ihrem Kunden vorlegen können.
  • Bauteilknappheit macht die Stücklistenpflege zur Daueraufgabe. Genau diese Daueraufgabe ist ein Ablauf: Abkündigungen und Lieferzeitänderungen lesen, Betroffenheit über alle Projekte feststellen, Alternativen aus Ihrem Lieferantenstamm vorschlagen. Der Einkauf entscheidet, der Ablauf hält Stückliste und Artikelstamm auf dem Stand der Entscheidung, statt dass es jemand nebenbei macht.

Nachweis

Was wir aus vergleichbaren Abläufen mitbringen

Komponentendaten von vielen Herstellern in Menge kennen wir von einem unabhängigen Händler für Industrie-Ersatzteile mit rund 50 Mitarbeitern: Millionen Teile von 2.226 Herstellern in Salesforce, Herstellertexte mit Faktenanker recherchiert, elf Qualitätsprüfungen vor jeder Veröffentlichung, bitgleiches Rollback, Rollout von zehn Herstellern je Woche. Am Ende standen 3,3 Millionen Seiten, die Salesforce-Abfragen sanken um 71 Prozent, Wochenbericht und Stoppschalter gehören zum Betrieb. Herstellerdaten lesen, einem Artikel zuordnen, prüfen, protokollieren: dasselbe Muster wie bei 2.000 Komponenten einer Anlage.

Was dort schiefging: Die ersten Texte nannten veraltete Konzernzugehörigkeiten, weil Hersteller übernommen oder umbenannt worden waren. Seither gilt die Regel, dass solche Angaben nur mit Datum und Quelle in den Text dürfen. Im Schaltanlagenbau ist das die Baureihe, die nach einer Übernahme unter neuem Namen weiterläuft, und das Datenblatt, das zum alten Namen gehört. Der Ablauf prüft deshalb Version und Datum jedes Dokuments gegen den Artikel, statt den ersten Treffer zu nehmen.

Fallstudie: Produktdaten in Millionenmenge

Preise

Preise für Schaltanlagenbauer und Elektrotechnik-Hersteller

Analyse, Umbau und Begleitung haben feste Preise, die öffentlich auf unserer Seite stehen, und nach jeder Stufe entscheiden Sie neu. Was ein Ablauf wie "Kundenstromlaufpläne und Stücklisten einlesen und zuordnen" bei Ihnen kostet, steht nach der Analyse als Festpreis fest: Vorgehen und Preise. Wo sich KI nicht lohnt, steht das ebenso in der Analyse.

Rückfragen

Fragen von Schaltanlagenbauern und Elektrotechnik-Herstellern

Was im ersten Gespräch zuerst gefragt wird. Weitere Antworten stehen unter Fragen und Antworten.

Dürfen Kundenschaltpläne und Lastenhefte durch ein KI-Modell laufen?

Ja, wenn Sie bestimmen, wo das Modell läuft. Für Pläne, Lastenhefte und Projektdaten bauen wir mit Modellen auf Ihren Servern oder auf EU-Servern unter Auftragsverarbeitungsvertrag, keine Ihrer Daten trainiert ein fremdes Modell, und der Datenfluss ist je Ablauf beschrieben. Viele Geheimhaltungsvereinbarungen Ihrer Kunden lassen Unterauftragnehmer unter denselben Pflichten zu; wo nicht, läuft der Ablauf im Haus. Die Betriebsarten stehen unter Datensouveränität.

Ersetzt das EPLAN oder das Data Portal?

Nein. EPLAN bleibt das Konstruktionswerkzeug, und wo das Data Portal einen Artikel mit Daten liefert, nutzen wir genau das. Der Ablauf kümmert sich um die Lücken: Hersteller ohne Portaldaten, Kundenstücklisten in fremder Nomenklatur, Abkündigungen, die nur als PDF kommen, Dokumentationsstrukturen, die der Kunde vorgibt. Wo EPLAN die Aufgabe bereits erledigt, sagen wir das in der Analyse.

Wie viel Zeit kostet das die Projektleitung intern?

Die Analyse dauert drei Tage mit den Menschen, die die Arbeit machen, hier Projektleitung, Kalkulation, Einkauf und Prüffeld. Für den Umbau brauchen wir einen Ansprechpartner für Regeln und Freigaben, etwa zwei Stunden in der Woche. Die erste Dokumentationsmappe prüft der Projektleiter vollständig, danach nur noch die Liste der Lücken, die der Ablauf vorlegt.

Lohnt sich das für einen Betrieb mit 40 Mitarbeitern?

Zum Festpreis selten, das sagen wir offen. Unter etwa 50 Mitarbeitern reicht die Zahl der Anlagen und Anfragen meist nicht, um einen Umbau in angemessener Zeit zu bezahlen, es sei denn, ein einzelner Ablauf wie die Anlagendokumentation kostet jede Woche Tage. Ein Weg für kleinere Betriebe ist ein gemeinsamer Ablauf in einer Unternehmensgruppe oder einem Verbund. Der Potenzial-Check gibt eine erste Einschätzung.

Übergabe

Der erste Schritt ist ein Gespräch von 30 Minuten.

Sie erzählen uns von dem Ablauf, der Sie am meisten Zeit kostet. Wir sagen Ihnen ehrlich, ob sich KI dort lohnt und was der nächste Schritt wäre. Ob danach eine Ablaufanalyse folgt, entscheiden Sie.

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