Zielgruppe
In der Regionalbank sitzt der Firmenkundenberater am Freitag über Bilanzen, statt beim Kunden.
Eine Sparkasse mit 700 Beschäftigten, 40 Filialen und 9.000 Firmenkunden: OSPlus als Kernbank, Doxis als Archiv, Microsoft 365 für Mail und Teams, eine Scanstraße für die Post, dazu Jahresabschlüsse, BWA und Kontoauszüge, die als PDF, Fax und Papier eintreffen. Am Freitagnachmittag tippt der Firmenkundenberater die Bilanz eines Maschinenbauers Position für Position in das Rating-Werkzeug, damit die Kreditvorlage am Montag im Ausschuss liegt; Montagmorgen ist die Marktfolge mit 300 Posteingängen beschäftigt, von denen ein Drittel an der falschen Stelle gelandet ist. Dazwischen liegt eine Beschwerde über eine Kontogebühr, die nach Vorlage beantwortet werden könnte, wenn jemand sie läse. KI für Banken beginnt deshalb nicht beim Chatfenster für Kunden, sondern bei Bilanz und Posteingang: lesen, erfassen, zuordnen, und der Berater entscheidet.
Anfrage
Welcher Ablauf kostet Sie bei Banken, Sparkassen und Genossenschaftsbanken am meisten Zeit?
Beschreiben Sie ihn in drei Sätzen. Wir melden uns am nächsten Werktag mit einer ersten Einschätzung, ob sich KI dort lohnt, und mit einem Terminvorschlag für ein Gespräch von 30 Minuten.
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Abläufe
Fünf Abläufe, die sich bei Banken, Sparkassen und Genossenschaftsbanken lohnen
Das Kernbanksystem ist gesetzt, und an ihm bauen wir nicht. Die Handarbeit liegt davor: in Postfächern, PDF-Anhängen und Scanstapeln. Welche dieser Abläufe sich bei Ihnen rechnen, zeigt die Analyse.
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Jahresabschlüsse lesen und Kreditvorlage vorbereiten
OSPlus, agree21, Rating-Werkzeug, Doxis, Microsoft 365
Ein Firmenkundenteam erhält im Jahr 2.000 Jahresabschlüsse, BWA und Kontoauszüge als PDF, Scan oder Papier. Der Ablauf liest Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung und Anhang, ordnet die Positionen dem Schema Ihres Rating-Werkzeugs zu, zieht Kennzahlen und Vorjahresvergleich und schreibt den Zahlenteil der Kreditvorlage als Entwurf. Markiert wird, was auffällt: Positionen, die sich nicht zuordnen lassen, Sprünge gegenüber dem Vorjahr, fehlende Seiten, ein Testat mit Einschränkung. Die Bonitätseinschätzung, die Vorlage und der Kreditbeschluss bleiben bei Berater, Marktfolge und Ausschuss.
Daten in Ordnung bringenLeistung -
Posteingang sortieren und zuweisen
Scanstraße, Exchange, Doxis, d.velop, OSPlus
Täglich treffen 300 Schriftstücke ein: Mails an das Servicepostfach, Briefe aus der Scanstraße, Faxe, Uploads aus dem Onlinebanking. Der Ablauf liest jedes Dokument, erkennt Anliegen und Kunde, legt es im Archiv unter dem richtigen Vorgang ab und weist es dem zuständigen Berater, der Marktfolge oder dem Service zu: Kontoeröffnung, Vollmacht, Nachlass, Pfändung, Kreditunterlage, Adressänderung. Was mehrere Stellen betrifft, wird aufgeteilt; was niemandem zuzuordnen ist, landet mit Begründung in einer Klärliste. Jede Zuweisung ist protokolliert, und der Empfänger kann sie mit einem Klick korrigieren.
Vertrieb und KommunikationLeistung -
Beschwerden einordnen und Antwort vorbereiten
Beschwerderegister, Exchange, OSPlus, Microsoft 365
Eine Bank mit 400.000 Kunden erhält im Monat 250 Beschwerden: über Gebühren, Wartezeiten, Kartenablehnungen, Beratungsgespräche. Der Ablauf liest jede Beschwerde, ordnet sie Kunde, Produkt und Ursache zu, trägt sie in das Beschwerderegister ein, das die Aufsicht erwartet, prüft im Kernbanksystem die genannten Buchungen und bereitet die Antwort nach Ihren Vorlagen und Ihrer Tonalität vor. Beschwerden mit Rechtsbezug, Kulanzfrage oder Kündigungsabsicht werden hervorgehoben und gehen an das Beschwerdemanagement. Der Berater prüft den Entwurf und sendet ihn. Monatlich entsteht die Auswertung nach Ursache.
Vertrieb und KommunikationLeistung -
Namenstreffer aufbereiten und Entscheidung dokumentieren
Monitoring-Werkzeug, OSPlus, agree21, Handelsregister, Doxis
Der tägliche Namensabgleich gegen Sanktions- und PEP-Listen erzeugt bei 400.000 Kunden hunderte Treffer, von denen fast alle Namensgleichheiten sind. Der Ablauf stellt je Treffer die Kundendaten neben den Listeneintrag: Geburtsdatum, Anschrift, Staatsangehörigkeit, Branche, Registerauszug, bisherige Entscheidungen zu demselben Namen. Er sortiert nach Übereinstimmungsgrad und schreibt den Begründungsentwurf für den Fall, dass die Abweichung eindeutig ist. Entschieden wird jeder Treffer vom Geldwäschebeauftragten oder seinem Team; der Ablauf schließt nichts selbst ab. Jede Entscheidung liegt mit Begründung und Zeitstempel im Archiv.
Werkzeuge, die zu Ihnen passenLeistung -
Rundschreiben der Aufsicht lesen und Arbeitsanweisungen abgleichen
SharePoint, Organisationshandbuch, Microsoft 365, Verbandsrundschreiben
Im Jahr erreichen eine Regionalbank mehrere hundert Rundschreiben, Konsultationen und Verbandsmitteilungen, jedes mit Bezug zu bestehenden Arbeitsanweisungen. Der Ablauf liest jedes Schreiben, zieht die Punkte heraus, die Pflichten, Fristen oder Verfahren ändern, gleicht sie gegen Ihr Organisationshandbuch ab und listet, welche Anweisung betroffen ist, mit Fundstelle im Rundschreiben und in der Anweisung. Für die betroffenen Abschnitte liegt ein Änderungsvorschlag bereit. Ob und wie die Anweisung geändert wird, entscheidet die Fachabteilung; die Compliance-Funktion sieht, was offen ist.
Texte und Inhalte in MengeLeistung
Systeme
Typische Systeme bei Banken, Sparkassen und Genossenschaftsbanken
Das Kernbanksystem kommt vom Verbundrechenzentrum und bleibt unangetastet. Die Abläufe arbeiten in Archiv, Postfach und Office, dort, wo heute die Handarbeit liegt.
- KernbankOSPlus, agree21, Avaloq, Temenos Transact
- Archiv und DokumenteDoxis, d.velop, SharePoint, Scanstraßen
- Vertrieb und KundeSalesforce Financial Services Cloud, Microsoft Dynamics 365, Vertriebssysteme des Verbunds
- Steuerung und ComplianceSAP, Rating-Werkzeuge, Monitoring-Werkzeuge für Sanktions- und PEP-Listen, Beschwerderegister
- KommunikationMicrosoft 365, Exchange, Teams, Onlinebanking-Postfach
Einwände
Was bei Banken, Sparkassen und Genossenschaftsbanken besonders zählt
Die Einwände, die in Banken und Sparkassen zuerst fallen, und unsere Antwort darauf.
- Auslagerung nach MaRisk AT 9 und die IT-Anforderungen der Aufsicht. Ein Ablauf, den wir betreiben, ist eine Auslagerung und wird so behandelt: Risikoanalyse vor Vertragsschluss, Vertrag mit den Mindestinhalten, Informationsrechte, Ausstiegsplan, Dokumentation für Ihr Informationsrisikomanagement. Wir liefern die Unterlagen, die Ihr Auslagerungsbeauftragter dafür braucht, und bauen so, dass Ihr Rechenzentrum oder ein anderer Dienstleister den Ablauf übernehmen kann.
- DORA verlangt ein Register aller IKT-Drittdienstleister. Seit Januar 2025 gehört jeder Dienstleister mit IKT-Leistung in das Informationsregister, mit den vertraglichen Mindestinhalten aus der Verordnung. Wir liefern die Angaben für den Registereintrag, akzeptieren die geforderten Vertragsklauseln zu Prüfrechten, Vorfallmeldung und Kündigung und dokumentieren je Ablauf, welche Systeme und Daten berührt sind.
- Bonitätsbewertung ist Hochrisiko nach dem EU AI Act. Die Bewertung der Kreditwürdigkeit natürlicher Personen steht in Anhang III der Verordnung. Deshalb bewertet unser Ablauf nicht: Er liest Unterlagen, erfasst Zahlen und schreibt den Zahlenteil der Vorlage. Rating und Entscheidung bleiben in Ihrem Verfahren und bei Ihren Menschen. Für den Firmenkundenbereich gilt die Einstufung ohnehin nicht, dokumentiert wird trotzdem, was der Ablauf tut und was nicht.
- Bankgeheimnis: Kundendaten dürfen das Haus nicht verlassen. Für Abläufe mit Kundendaten wählen wir die Betriebsart im Haus oder im Rechenzentrum Ihres Verbunds, alternativ EU-Server unter Auftragsverarbeitungsvertrag. In kein US-Cloud-Modell fließen Kontodaten, und keine Kundendaten trainieren ein fremdes Modell. Der Datenfluss je Ablauf ist aufgezeichnet und kann dem Datenschutzbeauftragten und der Innenrevision vorgelegt werden.
- Sorgfaltspflichten nach dem Geldwäschegesetz bleiben beim Geldwäschebeauftragten. Die §§ 10 ff. GwG erlauben Unterstützung bei der Sorgfalt, nicht deren Abgabe. Der Ablauf stellt Daten zusammen, sortiert Treffer und schreibt Begründungsentwürfe; er schließt keinen Treffer und gibt keine Verdachtsmeldung ab. Jede Entscheidung trägt Name, Zeitpunkt und Begründung, so dass sie gegenüber Prüfern und Aufsicht nachvollziehbar bleibt.
Nachweis
Was wir aus vergleichbaren Abläufen mitbringen
Einen Posteingang, der nach festen Regeln zugeordnet wird, kennen wir aus einem anderen Fall: Für einen europäischen Technologie-Distributor mit rund 2.000 Mitarbeitern und zwölf Standorten ordnet ein Ablauf Anfragen aus einem Sammelpostfach automatisch nach Markt und Land zu und legt sie in NetSuite an; eine Wissensdatenbank aus der Dokumentation antwortet in fünf Sprachen mit Quellenangabe und übergibt an Menschen, wo sie nicht weiterkommt. Die Anfragen aus der Website stiegen um 400 Prozent, ohne dass das Team wuchs. Das Zuordnen nach Anliegen und Zuständigkeit ist dasselbe Muster wie in der Marktfolge einer Bank.
Was dort schiefging: Die Routing-Regeln für Grenzfälle mussten zweimal nachgezogen werden, und die Wissensdatenbank antwortete anfangs zu ausführlich. Für eine Bank heißt das: Die Zuweisungsregeln für Posteingänge werden in den ersten Wochen mit der Marktfolge an echten Fällen geschärft, eine Klärliste fängt auf, was nicht eindeutig ist, und Antwortentwürfe auf Beschwerden folgen Ihrer Vorlage in Länge und Ton, nicht dem Mitteilungsbedürfnis eines Sprachmodells.
Preise
Preise für Banken, Sparkassen und Genossenschaftsbanken
Analyse, Umbau und Begleitung haben feste Preise, die öffentlich auf unserer Seite stehen, und nach jeder Stufe entscheiden Sie neu. Was ein Ablauf wie "Jahresabschlüsse lesen und Kreditvorlage vorbereiten" bei Ihnen kostet, steht nach der Analyse als Festpreis fest: Vorgehen und Preise. Wo sich KI nicht lohnt, steht das ebenso in der Analyse.
Rückfragen
Fragen von Banken, Sparkassen und Genossenschaftsbanken
Was im ersten Gespräch zuerst gefragt wird. Weitere Antworten stehen unter Fragen und Antworten.
Dürfen Kundendaten einer Bank überhaupt durch eine KI laufen?
Ja, wenn das Modell dort läuft, wo Sie es bestimmen, und Auslagerung, Datenschutz und Register sauber geregelt sind. Für Abläufe mit Konto- oder Kreditdaten bauen wir im Haus oder im Rechenzentrum Ihres Verbunds, sonst auf EU-Servern unter Auftragsverarbeitungsvertrag; keine Kundendaten trainieren ein fremdes Modell. Die Unterlagen für Auslagerungsmanagement, Informationsregister und Datenschutzbeauftragten gehören zum Umbau. Die drei Betriebsarten stehen unter Datensouveränität.
Ersetzt das die Werkzeuge der Finanz Informatik oder von Atruvia?
Nein. Was Ihr Verbundrechenzentrum als Funktion im Kernbanksystem anbietet, nutzen Sie dort; daran bauen wir nicht vorbei. Unsere Abläufe liegen davor und daneben: unsortierte Post, PDF-Bilanzen, Beschwerdemails, Rundschreiben, also alles, was heute von Hand in die Systeme getragen wird. Ergebnisse spielen wir über die vorgesehenen Schnittstellen und Importformate ein. Wo eine Verbundfunktion reicht, sagen wir das in der Analyse.
Wie viel Aufwand kommt auf Compliance, Revision und Auslagerungsmanagement zu?
Weniger als bei einem Projekt mit Projektgruppe, aber nicht null. Die Analyse braucht drei Tage mit den Menschen, die die Arbeit machen: zwei Berater oder Marktfolge-Mitarbeiter, jemand aus der Organisation, der Auslagerungsbeauftragte für einen halben Tag. Im Umbau brauchen wir einen Ansprechpartner für Regeln und Freigaben. Die Unterlagen für Risikoanalyse, Register und Verfahrensverzeichnis liefern wir mit, Ihre Funktionen prüfen sie.
Was ist mit einer Volksbank mit 80 Beschäftigten?
Dort rechnet sich meist ein einzelner Ablauf, etwa die Kreditvorlage oder der Posteingang, nicht alle fünf, und die Analyse sagt das offen. Für kleinere Häuser ist der bessere Weg oft ein gemeinsamer Ablauf mehrerer Banken im selben Verbund, mit derselben Regelbasis und getrennten Daten. Der Potenzial-Check gibt eine erste Einschätzung in zehn Minuten.
Verweis
Weiterlesen zu KI für Banken
Übergabe
Der erste Schritt ist ein Gespräch von 30 Minuten.
Sie erzählen uns von dem Ablauf, der Sie am meisten Zeit kostet. Wir sagen Ihnen ehrlich, ob sich KI dort lohnt und was der nächste Schritt wäre. Ob danach eine Ablaufanalyse folgt, entscheiden Sie.