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Zielgruppe

Stand

In der Tierklinik steht das Telefon nie still, und die Laborbefunde liegen ungelesen im Postfach.

Eine Tierklinik mit 90 Mitarbeitern, Notdienst rund um die Uhr und zwei angeschlossenen Praxen: Vetera als Praxissoftware, IDEXX VetConnect und Laboklin für die Labore, DocuWare für die Dokumente, Outlook für den Rest. An der Rezeption klingelt das Telefon alle zwei Minuten: Terminwunsch, Katze frisst nicht, Hund hat Schokolade gefressen, Rückfrage zur Rechnung, Versicherung will Unterlagen. Zwischen den Anrufen soll dieselbe Mitarbeiterin die 60 Laborbefunde aus dem Postfach dem richtigen Patienten zuordnen, Impferinnerungen verschicken und Antibiotikaabgaben dokumentieren. Der Tierarzt diktiert am Ende der Schicht Überweisungsbriefe, die am nächsten Tag noch nicht beim Kollegen sind. KI für Tierärzte fängt deshalb nicht am Behandlungstisch an, sondern am Postfach und am Telefon: lesen, zuordnen, nach Dringlichkeit sortieren, und dem Team vorlegen, was es entscheiden muss.

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Abläufe

Fünf Abläufe, die sich bei Tierarztpraxen und Tierkliniken lohnen

Das Produkt einer Praxis ist die Zeit am Tier. Was sie frisst, ist Telefon, Postfach und Papier. Welche dieser Abläufe sich bei Ihnen rechnen, zeigt die Analyse.

  • Laborbefunde und Berichte dem Patienten zuordnen

    IDEXX VetConnect PLUS, Laboklin, Sammelpostfach, Vetera

    60 Befunde am Tag kommen aus dem eigenen Labor, von Laboklin und IDEXX, von überweisenden Kollegen und als Bildbefund aus der Radiologie, als Mail, PDF und über die Laborschnittstelle. Der Ablauf liest Patient, Halter, Probenart und Datum, ordnet den Befund der Akte in der Praxissoftware zu, fasst die Werte außerhalb des Referenzbereichs in zwei Sätzen zusammen und legt sie dem behandelnden Tierarzt in seiner Liste vor, dringende zuerst. Was er nicht sicher zuordnen kann, bleibt bei der Rezeption. Der Tierarzt bewertet und entscheidet; der Ablauf hält fest, was wann vorgelegt wurde.

  • Anfragen nach Dringlichkeit sortieren und beantworten

    Telefonanlage, Sammelpostfach, Terminportal, Praxis-App, Vetera

    In einer Klinik mit Notdienst kommen am Tag 200 Anfragen über Telefon, Mail, Terminportal und App. Der Ablauf liest Mails und Formulare, nimmt Anrufnotizen auf, ordnet jede Anfrage Patient und Halter zu und sortiert nach festen Regeln: Notfall sofort ans Team, Terminwunsch mit Vorschlag, Routinefrage mit Antwortentwurf, Rechnungsfrage an die Verwaltung. Standardantworten wie Öffnungszeiten, Vorbereitung auf eine Narkose oder den Stand eines Befunds bereitet er vor; die Rezeption sendet nach Blick und Freigabe. Medizinischen Rat gibt der Ablauf nie, er leitet weiter.

  • Behandlungsdokumentation und Überweisungsbriefe vorformulieren

    Vetera, Diktat, Textvorlagen, DocuWare

    Nach jeder Behandlung bleiben Kurznotizen und ein Diktat; am Ende der Schicht fehlen 20 Berichte. Der Ablauf baut aus Notizen, Diktat, Laborwerten und Medikation den Eintrag in der Patientenakte nach dem Schema der Praxis und formuliert den Überweisungsbrief oder den Bericht an den Halter in der passenden Sprache: fachlich für den Kollegen, verständlich für den Halter. Was im Diktat fehlt, Dosis, Seite, Kontrolltermin, markiert er. Der Tierarzt liest, ergänzt und gibt frei; erst dann steht der Eintrag in der Akte und der Brief geht hinaus.

  • Impf- und Vorsorgeerinnerungen ermitteln und versenden

    Vetera, Patientenkartei, Mailversand, SMS-Dienst, Praxis-App

    Eine Praxis mit 12.000 aktiven Patienten verschickt Erinnerungen nach Gefühl oder gar nicht. Der Ablauf liest die Kartei, ermittelt je Tier fällige Impfungen, Wurmkuren, Zahnkontrollen und Nachsorgetermine nach den Intervallen, die Sie festlegen, prüft, ob der Halter noch Kunde ist und wie er erreicht werden will, und erstellt die Nachrichten als Entwurf, gebündelt pro Haushalt. Tiere mit unklarem Status, etwa verstorben oder umgezogen, legt er der Rezeption vor, statt zu schreiben. Versendet wird nach Freigabe der Liste, nicht einzeln.

  • Rechnungen nach GOT prüfen und Versicherungsanfragen beantworten

    Vetera, GOT-Positionen, Mahnwesen, Portale der Tierkrankenversicherer

    Monatlich entstehen 3.000 Rechnungen nach der Gebührenordnung für Tierärzte, dazu 150 Anfragen von Tierkrankenversicherern nach Behandlungsunterlagen. Der Ablauf vergleicht je Rechnung Positionen, Faktor und Medikamente mit der Dokumentation, markiert fehlende Positionen, unübliche Faktoren und Rechnungen ohne Behandlungseintrag und legt sie der Verwaltung vor. Versicherungsanfragen ordnet er Patient und Behandlung zu und stellt die Unterlagen zusammen; gesendet wird erst, wenn der Halter zugestimmt hat und die Verwaltung freigibt. Das Mahnwesen stößt er nach Ihren Fristen an.

Systeme

Typische Systeme bei Tierarztpraxen und Tierkliniken

Die Praxissoftware ist das Zentrum und bleibt geschlossen; Labore, Telefon, Versicherer und Halter kommen von außen dazu. Dazwischen sitzt die Rezeption.

Systemvernetzung im Detail

  • PraxissoftwareVetera, easyVET, Vetinf, Provet
  • Labor und DiagnostikIDEXX VetConnect PLUS, Laboklin, Praxislabor, digitales Röntgen
  • HalterkontaktTelefonanlage, Terminportale, Praxis-Apps, Mail, SMS-Dienste
  • Dokumente und BüroDocuWare, Microsoft 365, Scanner, Diktat
  • Abrechnung und VersicherungGOT-Katalog der Praxissoftware, Mahnwesen, Portale der Tierkrankenversicherer, DATEV

Einwände

Was bei Tierarztpraxen und Tierkliniken besonders zählt

Die Einwände, die in Tierarztpraxen zuerst fallen, und unsere Antwort darauf.

  • Halterdaten und Schweigepflicht gegenüber Tierhaltern. Halterdaten und Behandlungsunterlagen bleiben in Ihrer Praxissoftware; der Ablauf arbeitet mit Modellen im Haus oder auf EU-Servern unter Auftragsverarbeitungsvertrag, und keine Daten trainieren ein fremdes Modell. An Versicherer geht nichts ohne Zustimmung des Halters und Freigabe der Verwaltung; das Protokoll zeigt je Vorgang, was wann an wen ging.
  • Dokumentationspflichten für Arzneimittel und Antibiotika. Abgabe, Anwendung und Meldung nach Tierärztlicher Hausapothekenverordnung und Tierarzneimittelgesetz haben feste Form und Frist. Der Ablauf ersetzt die Dokumentation nicht, er prüft sie: Abgaben ohne Eintrag, Einträge ohne Abgabe, fehlende Angaben für Meldungen, und legt die Liste vor. Was gemeldet wird, bestätigt der Tierarzt.
  • Die GOT gibt die Abrechnung vor. Genau deshalb lässt sie sich prüfen. Der Ablauf kennt Ihre Positionen und Faktorenregeln, vergleicht jede Rechnung mit der Dokumentation und markiert Abweichungen; er erfindet keine Positionen und ändert keine Rechnung ohne Freigabe. Die Regeln dafür legen Sie fest, nicht wir, und sie stehen im Protokoll.
  • Vetera und easyVET sind geschlossen. Wir arbeiten über Laborschnittstellen, Import- und Exportwege und die Postfächer, Portale und Diktate rund um die Praxissoftware; direkt in die Datenbank schreiben wir nicht. Was die Software nicht annimmt, bleibt als vorbereitete Liste neben ihr, die das Team mit zwei Klicks übernimmt.
  • Uns fehlt Personal, nicht Software. Deshalb muss jeder Ablauf Zeit am Tier freimachen, oder er wird nicht gebaut. Die Analyse misst zuerst, wo die Stunden an der Rezeption hingehen, und sagt auch, wo sich nichts rechnet. Bau, Betrieb und Überwachung übernehmen wir; die Praxis braucht jemanden, der Regeln festlegt und Zugänge freigibt, keine IT-Abteilung.

Nachweis

Was wir aus vergleichbaren Abläufen mitbringen

Dieser Fall sind wir selbst: Bei uns werden Mails gelesen, dem Vorgang zugeordnet und mit Antwortentwurf vorgelegt, Anrufe werden in Vorgänge überführt, und nächtliche Prüfungen von Kundensystemen melden nur Abweichungen, nicht den Normalzustand. Das ist die Mechanik einer Rezeption, die zwischen zwei Anrufen 60 Befunde zuordnen soll: Der Ablauf liest und sortiert, der Mensch entscheidet.

Schiefgegangen ist bei uns die nächtliche Prüfung, die jede Nacht denselben Fehler meldete, bis wir sie auf Änderungen statt Zustände umstellten. Für eine Praxis heißt das: Die Befundliste des Tierarztes zeigt nur, was neu und auffällig ist, nicht jeden Normalwert, sonst liest sie nach einer Woche niemand mehr.

Fallstudie: unser eigener Betrieb

Preise

Preise für Tierarztpraxen und Tierkliniken

Analyse, Umbau und Begleitung haben feste Preise, die öffentlich auf unserer Seite stehen, und nach jeder Stufe entscheiden Sie neu. Was ein Ablauf wie "Laborbefunde und Berichte dem Patienten zuordnen" bei Ihnen kostet, steht nach der Analyse als Festpreis fest: Vorgehen und Preise. Wo sich KI nicht lohnt, steht das ebenso in der Analyse.

Rückfragen

Fragen von Tierarztpraxen und Tierkliniken

Was im ersten Gespräch zuerst gefragt wird. Weitere Antworten stehen unter Fragen und Antworten.

Dürfen Halterdaten und Befunde durch eine KI laufen?

Ja, wenn Sie festlegen, wo das Modell läuft, und das vertraglich geregelt ist. Für Befunde, Anfragen und Rechnungen bauen wir mit Modellen im Haus oder auf EU-Servern unter Auftragsverarbeitungsvertrag, und keine Ihrer Daten trainiert ein fremdes Modell. Halterdaten gehen an Versicherer nur mit Zustimmung des Halters. Welche Daten je Ablauf wohin fließen, steht unter Datensouveränität.

Ersetzt das Vetera oder das Terminportal?

Nein, beide bleiben. Die Praxissoftware führt Patienten, Behandlungen und Rechnungen, das Portal nimmt Termine an; der Ablauf arbeitet dazwischen: im Postfach, am Telefon, in den Laborberichten und in der Kartei. Wo ein Modul Ihrer Software die Arbeit bereits erledigt, etwa Erinnerungen, sagen wir das in der Analyse, statt etwas daneben zu bauen.

Wie viel Zeit kostet das die Praxis selbst?

Die Analyse braucht drei Tage mit den Menschen, die die Arbeit machen: zwei aus der Rezeption, eine Tiermedizinische Fachangestellte, ein Tierarzt für eine Stunde am Tag. Der Umbau braucht einen Ansprechpartner für Regeln und Zugänge. Zwei Wochen läuft der Ablauf parallel, die Rezeption prüft jeden Vorschlag; danach nur noch das, was er markiert.

Wir sind eine Praxis mit acht Mitarbeitern. Lohnt sich das?

Unter etwa 50 Mitarbeitern rechnet sich ein eigener Umbau zum Festpreis selten, das sagen wir offen. Für Praxen dieser Größe lohnt sich der Weg über eine Klinikgruppe, einen Praxisverbund oder eine Einkaufsgemeinschaft, die denselben Ablauf für mehrere Standorte betreibt. Der Potenzial-Check gibt in zehn Minuten eine erste Einschätzung.

Übergabe

Der erste Schritt ist ein Gespräch von 30 Minuten.

Sie erzählen uns von dem Ablauf, der Sie am meisten Zeit kostet. Wir sagen Ihnen ehrlich, ob sich KI dort lohnt und was der nächste Schritt wäre. Ob danach eine Ablaufanalyse folgt, entscheiden Sie.

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