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Zielgruppe

Stand

Im Entsorgungsbetrieb hängt jede Tonne an einem Schein, und die Scheine führt jemand von Hand zusammen.

Ein Entsorger mit 350 Mitarbeitern, 90 Fahrzeugen, zwei Sortieranlagen und einem Zwischenlager für gefährliche Abfälle: Auftragsabwicklung in enwis, Waage mit eigener Software, Nachweise über ZEDAL, Dokumente in DocuWare, dazu drei Sammelpostfächer und ein Telefon, das in der Disposition nie still steht. Jeden Tag erzeugen die Fahrzeuge 200 Begleitscheine mit Wiegeschein, Abfallschlüssel und Entsorgungsnachweis, die zum Auftrag gehören, aber getrennt davon ankommen. Eine Sachbearbeiterin sucht zu jedem Schein den Auftrag, prüft Schlüssel gegen Nachweis, trägt Gewichte nach und legt die Belege am Vorgang ab. Bei Abweichungen telefoniert sie mit dem Fahrer, der schon drei Stellen weiter ist. KI für Entsorgungsunternehmen fängt deshalb beim Schein an: lesen, zuordnen, prüfen, und der Sachbearbeiterin nur die 15 Fälle vorlegen, bei denen Schlüssel, Menge oder Nachweis nicht zusammenpassen.

Anfrage

Welcher Ablauf kostet Sie bei Entsorgungs- und Recyclingunternehmen am meisten Zeit?

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Abläufe

Fünf Abläufe, die sich bei Entsorgungs- und Recyclingunternehmen lohnen

Ein Entsorger verdient an Menge, Verwertungsquote und Tourenauslastung, nicht am Nachtragen von Gewichten. Dazwischen liegt viel Zuordnen, das sich regeln lässt. Welche dieser Abläufe sich bei Ihnen rechnen, zeigt die Analyse.

  • Begleitscheine und Wiegescheine den Aufträgen zuordnen

    enwis, Waagensoftware, ZEDAL, DocuWare, Fahrer-App

    200 Begleitscheine am Tag, dazu Wiegescheine von der eigenen Waage und von Fremdanlagen, als Scan, Foto aus der Fahrer-App oder Papier. Der Ablauf liest Erzeuger, Abfallschlüssel, Menge, Nachweisnummer und Datum, sucht den passenden Auftrag in enwis, vergleicht Schlüssel und Menge mit Nachweis und Auftrag und legt die Dokumente am Vorgang ab. Er markiert, was nicht zusammenpasst: Schlüssel weicht vom Nachweis ab, Menge über der Nachweisgrenze, Wiegeschein ohne Begleitschein. Die Sachbearbeiterin bestätigt die unauffälligen Fälle im Stapel und arbeitet die markierten einzeln ab. Abgerechnet wird, was sie freigibt.

  • Containeranfragen und Abholaufträge erfassen und disponieren

    Sammelpostfächer, Telefonanlage, Kundenportal, enwis, Tourenplanung

    In der Disposition eines Entsorgers mit 90 Fahrzeugen gehen täglich mehrere hundert Anfragen ein: Container bestellen, Tausch, Abholung, Reklamation, Preisfrage, über Mail, Telefon, Webformular und Portal. Der Ablauf liest Mails und Gesprächsnotizen, erkennt Kunde, Stellplatz, Behältergröße, Abfallart und Wunschtermin, prüft Kundenstamm und Vertrag und legt den Auftrag in enwis als Entwurf an, mit Vorschlag für Tour und Tag. Neue Kunden, unklare Abfallarten und Stellplätze ohne Zufahrtsangabe markiert er. Der Disponent sieht eine sortierte Liste, bestätigt und verschiebt; Antworten an den Kunden gehen nach seiner Freigabe raus.

  • Entsorgungsnachweise im eANV vorbereiten und verknüpfen

    ZEDAL, enwis, DocuWare, Deklarationsanalysen, Kundenkorrespondenz

    Für gefährliche Abfälle braucht jede Erzeuger-Entsorger-Beziehung einen Entsorgungsnachweis oder Sammelentsorgungsnachweis, mit Deklarationsanalyse, Annahmeerklärung und Behördenbestätigung. Ein Entsorger mit 800 Erzeugern verwaltet mehrere tausend davon, viele laufen in den nächsten zwölf Monaten aus. Das Werkzeug zieht aus enwis und ZEDAL, welche Nachweise wann enden und welche Mengen noch frei sind, bereitet Verlängerungen und neue Nachweise aus den Vorgängerdaten vor, prüft die Deklarationsanalyse auf Alter und Vollständigkeit und legt dem Nachweisverantwortlichen vor, was zu signieren ist. Signiert und eingereicht wird nur durch ihn.

  • Ausschreibungen lesen und Angebote vorbereiten

    Vergabeplattformen, DocuWare, Excel, enwis, Zertifikatsablage

    Kommunen und Industriekunden schreiben Entsorgungsleistungen mit Leistungsverzeichnissen von 40 bis 200 Seiten aus, mit Eignungsnachweisen, Preisblättern und Fristen. Ein Entsorger bearbeitet 60 davon im Jahr. Der Ablauf liest die Unterlagen, zieht Leistungspositionen, Mengen, Fristen und geforderte Nachweise heraus, gleicht sie mit Ihren Zertifikaten, Anlagenzulassungen und Preiskalkulationen aus früheren Angeboten ab und baut Preisblatt und Nachweismappe als Entwurf auf. Was fehlt oder abweicht, etwa ein verlangtes Zertifikat, das Sie nicht halten, markiert er. Der Vertriebsleiter kalkuliert und entscheidet, was abgegeben wird.

  • Mengenmeldungen und Jahresberichte aus Betriebsdaten zusammenstellen

    enwis, Waagensoftware, Anlagenbetriebstagebuch, Excel, Behördenportale

    Jede Anlage meldet Mengen nach Abfallschlüssel, Herkunft und Verwertungsweg an Behörden, Verbände und Zertifizierer, dazu Jahresübersichten für den Entsorgungsfachbetrieb und Berichte an kommunale Auftraggeber. Heute baut jemand drei Wochen lang Tabellen aus Waage, enwis und Betriebstagebuch zusammen. Der Ablauf zieht die Daten aus den Systemen, prüft sie gegeneinander, etwa Eingang gegen Ausgang gegen Lagerbestand je Schlüssel, füllt die Berichtsformate und markiert Differenzen, die erklärt werden müssen. Der Betriebsleiter prüft die Erklärungen und gibt den Bericht frei, bevor er eingereicht wird.

Systeme

Typische Systeme bei Entsorgungs- und Recyclingunternehmen

Die Branchensoftware führt Aufträge und Nachweise, daneben liegen Waage, Nachweisportal, Fahrer-App, Dokumentenablage und Excel. Dazwischen entsteht die Handarbeit.

Systemvernetzung im Detail

  • Branchensoftwaretegos enwis, RECY Systems, AMCS, SAP IS-Waste, Praxis EDV WDV
  • Nachweise und BehördenZEDAL, eANV-Provider, Behördenportale, Vergabeplattformen
  • Waage und AnlageWaagensoftware, Anlagenbetriebstagebuch, Prozessleitsysteme, Laborsoftware
  • FuhrparkTelematik, Tourenplanung, Fahrer-Apps, Behälterverwaltung
  • Dokumente und SchnittstellenDocuWare, Lobster_data, Scanstrecken, Kundenportale
  • KaufmännischMicrosoft Dynamics 365, SAP S/4HANA, DATEV, Microsoft 365

Einwände

Was bei Entsorgungs- und Recyclingunternehmen besonders zählt

Die Einwände, die bei Entsorgern zuerst fallen, und unsere Antwort darauf.

  • Kreislaufwirtschaftsgesetz und Nachweisverordnung: Fehler im Nachweisverfahren kosten Bußgeld. Deshalb bleiben Signatur und Einreichung bei dem Menschen, der die Verantwortung trägt. Der Ablauf bereitet vor und prüft gegen Nachweis, Auftrag und Deklaration, und er protokolliert jeden Abgleich mit Quelle und Zeitpunkt. Ein Begleitschein mit falschem Schlüssel fällt so vor der Signatur auf, nicht bei der Behördenprüfung ein Jahr später.
  • Gefahrgut nach ADR bei gefährlichen Abfällen. UN-Nummer, Verpackungsgruppe und Freistellungen hängen am Abfallschlüssel und an der Deklaration, beides liegt in Ihren Systemen. Der Ablauf gleicht Auftrag, Nachweis und Beförderungspapier ab und markiert Widersprüche, bevor das Fahrzeug losfährt. Der Gefahrgutbeauftragte entscheidet und bleibt verantwortlich.
  • Arbeitszeit und Lenkzeiten der Fahrer, Mitbestimmung des Betriebsrats. Dispositionsvorschläge rechnen mit Lenk- und Arbeitszeiten, sie werten aber keine Fahrer aus. Sobald ein Ablauf Leistungs- oder Verhaltensdaten berühren könnte, gilt die Mitbestimmung nach § 87 Absatz 1 Nummer 6 BetrVG; wir legen dem Betriebsrat vor dem Bau offen, welche Daten der Ablauf liest und wofür, und bauen nur, was vereinbart ist.
  • Entsorgungsfachbetrieb: die Dokumentation muss beim Audit stimmen. Das Zertifikat hängt an Nachweisführung, Betriebstagebuch und Schulungsnachweisen. Der Ablauf hält Nachweise, Begleitscheine und Mengen zusammen, und das Protokoll zeigt, wer wann welchen Vorgang geprüft hat. Für den Auditor ist das eine vollständige Kette statt eines Ordners, in dem etwas fehlt.
  • Vergaberecht bei kommunalen Aufträgen. Ein Angebot an eine Kommune muss formal vollständig sein, sonst wird es ausgeschlossen. Der Ablauf prüft die Vergabeunterlagen auf jede geforderte Erklärung und jeden Nachweis und markiert, was fehlt. Was abgegeben wird und zu welchem Preis, entscheidet und unterschreibt Ihr Vertriebsleiter.

Nachweis

Was wir aus vergleichbaren Abläufen mitbringen

Das Sortieren und Zuordnen aus einem Sammelpostfach heraus kennen wir aus einem anderen Betrieb mit vielen Standorten: Für einen europäischen Technologie-Distributor mit rund 2.000 Mitarbeitern und zwölf Standorten ordnet ein Ablauf Anfragen aus einem Sammelpostfach automatisch nach Markt und Land zu und legt sie in NetSuite an. Dazu kam eine Wissensdatenbank aus der Dokumentation, die in fünf Sprachen mit Quellenangabe antwortet und an Menschen übergibt, sowie Produktdaten, die aus PDF-Datenblättern gelesen werden. Die Website brachte danach 400 Prozent mehr Anfragen, die trotzdem beim richtigen Team landeten.

Was dort schiefging: Die Routing-Regeln für Grenzfälle mussten zweimal nachgezogen werden, und Einheitenfehler aus alten Datenblättern wurden erst durch einen zusätzlichen Prüfschritt abgefangen. Auf Entsorger übersetzt: Die Zuordnung von Begleitscheinen zu Aufträgen braucht Regeln für die Grenzfälle, etwa zwei Aufträge am selben Tag beim selben Erzeuger, und die Regeln werden in den ersten Wochen nachgeschärft; und Mengen aus alten Wiegescheinen werden gegen Nachweisgrenze und Fahrzeugkapazität geprüft, bevor sie in eine Meldung gehen.

Fallstudie: Anfragen in fünf Sprachen

Preise

Preise für Entsorgungs- und Recyclingunternehmen

Analyse, Umbau und Begleitung haben feste Preise, die öffentlich auf unserer Seite stehen, und nach jeder Stufe entscheiden Sie neu. Was ein Ablauf wie "Begleitscheine und Wiegescheine den Aufträgen zuordnen" bei Ihnen kostet, steht nach der Analyse als Festpreis fest: Vorgehen und Preise. Wo sich KI nicht lohnt, steht das ebenso in der Analyse.

Rückfragen

Fragen von Entsorgungs- und Recyclingunternehmen

Was im ersten Gespräch zuerst gefragt wird. Weitere Antworten stehen unter Fragen und Antworten.

Dürfen Nachweisdaten, Kundenverträge und Fahrerdaten durch eine KI laufen?

Ja, wenn Sie bestimmen, wo das Modell läuft, und das vertraglich geregelt ist. Erzeugerdaten, Preise und Deklarationsanalysen sind Geschäftsgeheimnisse Ihrer Kunden; dafür bauen wir mit Modellen im Haus oder auf EU-Servern unter Auftragsverarbeitungsvertrag, und keine Ihrer Daten trainiert ein fremdes Modell. Fahrerdaten liest ein Ablauf nur, soweit mit dem Betriebsrat vereinbart. Welche Daten je Ablauf wohin fließen, steht unter Datensouveränität.

Ersetzt das enwis, AMCS oder unser Nachweisportal?

Nein, es arbeitet damit. Die Branchensoftware führt Aufträge, Abrechnung und Nachweise, das Portal signiert und übermittelt. Unsere Abläufe kümmern sich um das, was davor liegt: Scheine lesen und zuordnen, Anfragen sortieren, Ausschreibungen durcharbeiten, Berichte zusammenstellen. Geschrieben wird über die Schnittstellen und Importformate, die Ihre Software vorsieht. Wo ein Modul des Herstellers reicht, sagen wir das in der Analyse.

Wie viel Zeit kostet das den Betrieb intern?

Die Analyse braucht drei Tage mit den Menschen, die die Arbeit machen: eine Sachbearbeiterin aus der Auftragsabwicklung, ein Disponent, der Nachweisverantwortliche. Der Umbau braucht einen Ansprechpartner für Regeln und Freigaben. Die Einführung läuft im Parallelbetrieb: zwei bis drei Wochen prüft die Sachbearbeiterin jede Zuordnung, danach nur noch die markierten Abweichungen. Wer das Verfahren verantwortet, bleibt derselbe.

Was passiert bei einem Betrieb mit 25 Mitarbeitern und zwölf Fahrzeugen?

Unter etwa 50 Mitarbeitern rechnet sich ein Umbau zum Festpreis selten, das sagen wir offen. Für kleinere Entsorger lohnt sich der Weg über einen Verbund, eine Unternehmensgruppe oder einen kommunalen Zweckverband, der denselben Ablauf für mehrere Betriebe nutzt. Der Potenzial-Check gibt in zehn Minuten eine erste Einschätzung, und die Checkliste zur KI-Einführung zeigt, was vorher im Haus geklärt sein sollte.

Übergabe

Der erste Schritt ist ein Gespräch von 30 Minuten.

Sie erzählen uns von dem Ablauf, der Sie am meisten Zeit kostet. Wir sagen Ihnen ehrlich, ob sich KI dort lohnt und was der nächste Schritt wäre. Ob danach eine Ablaufanalyse folgt, entscheiden Sie.

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